Wird Chinin jetzt verschreibungspflichtig?

14.01.2014 - Der Sachverständigen-Ausschuss für Verschreibungspflicht diskutiert, ob Chinin künfitg verschreibungspflichtig werden soll.

Rezept

Am 14. Januar 2014 hat der Sachverständigen-Ausschuss für Verschreibungspflicht in seiner Sitzung darüber diskutiert, ob Chinin künfitg ohne Einschränkungen der Verschreibungspflicht unterstellt werden soll. Bereits seit mehreren Jahren spricht sich das Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArm) für eine Verschärfung der Regeln für Chinin aus. Das Chininsulfat enthaltende Arzneimittel wird gegen nächtliche Wadenkrämpfe und außerdem auch missbräuchlich in der Drogenszene verwendet. Durch die Unterstellung der Verschreibungspflicht könnten Missbrauch und Nebenwirkungen (Chinin kann zu schweren Blutbildveränderungen wie Thrombozytopenie führen) verhindert werden. Andere Länder wie Australien und Neuseeland haben bereits vor einigen Jahren Chininsulfat die Zulassung für die Prophylaxe und Therapie nächtlicher Wadenkrämpfe entzogen. Das könnte Sie auch interessieren Überblick Magnesiummangel: Wadenkrämpfe und Lidzucken Behandlung bei Wadenkrämpfe und Magnesiummangel Kostenlose Patientenbroschüre zu Magnesiummangel Nun liegt es am Gesetzgeber zu entscheiden, was passieren soll. 20.01.2014/ER

Autor: Charly Kahle

Stand: 10.12.2014

  • Auf Whatsapp teilenTeilen
  • Auf Facebook teilen Teilen
  • Auf Twitter teilenTeilen
  • DruckenDrucken
  • SendenSenden