Laubsauger - Belastung für Mensch und Tier

Laubsauger, Bläser und Laubhäcksler sind nicht nur nervig laut, sondern verursachen u. U. aufgrund des Schallpegels Aggression und Stress und bedeuten für viele Kleinstlebewesen sogar den Tod.

Schreiender Mann

Jetzt sind sie wieder ständig im Einsatz und dröhnen nervig durch die Natur: Laubsauger und Laubbläser. Für viele ist es ohne Ohrenstöpsel kaum im Freien auszuhalten. "Die Schallpegel dieser Geräte liegen bei mehr als 100 Dezibel (dB) und sind vergleichbar mit einem Presslufthammer", erklärt Ulrike Fieback von der Techniker Krankenkasse (TK) in Niedersachsen. "Bereits ab 85 dB können dauerhafte Hörschäden entstehen. Der Lärm löst psychischen Stress aus und beeinträchtigt ferner die Lebensqualität". Lärmstress versetzt den Körper in Alarmbereitschaft, lässt Puls und Blutdruck steigen und stört die Immunabwehr. Außerdem wirbeln Laubbläser nicht nur Laub sondern auch Abfall und Hundekot durch die Luft. Dadurch wird die Luft in unmittelbarer Umgebung unter Umständen stark mit Darmbakterien und Parasiten belastet. Auch für die Tierwelt stellen die Geräte eine Gefahr dar, denn die Häckselfunktionen des Saugers bedeuten für Kleinstlebewesen wie Käfer, Spinnen und kleine Frösche den sicheren Tod. Igel sind ebenfalls gefährdet, denn die Laubschichten unter Bäumen und Sträuchern dienen den Tieren als Lebensraum. Laub ist kein Abfall- sondern ein Recyclingprodukt der Natur. Als umwelt- und bewegungsfreundliche Alternative können Rechen, Harken und Schaufeln zum Einsatz kommen. Das steigert die körperliche Fitness, verbraucht Kalorien und lässt uns bei frischer Herbstluft richtig durchatmen. Quelle: TK Niedersachsen, Oktober 2013

Autor: Charly Kahle

Stand: 19.03.2015

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