Test: Billige Zahnpasta kann „sehr gut“ sein

Die Stiftung Warentest hat 19 Universal-Zahnpasten getestet. Das Ergebnis: Billige Zahnpasta kann „sehr gut“ sein.

Zahnpasta

Markenprodukt oder Discounterware? Diese Frage stellen sich viele Menschen auch beim Kauf der Zahnpasta. Die Stiftung Warentest hat jetzt (April 2015) 19 Universalzahnpasten getestet. Die Ergebnisse belegen: Auch Discounterprodukte schneiden häufig mit „sehr gut“ oder „gut“ ab. Die Qualitätsunterschiede zur Markenware sind meistens nur gering. Die Preisunterschiede aber deutlich. Markenprodukte kosten zuweilen mehr als das Doppelte der Billig-Zahncremes.

„Mangelhaft“ nur bei Bio-Zahncremes ohne Fluoride

Die Stiftung Warentest hat in diesem Jahr und 2013 insgesamt 73 Zahnpasten getestet. Dabei ist auffällig, dass fast alle Produkte in den Tests mindestens als „gut“ bewertet werden. Die vielen positiven Ergebnisse finden sich sowohl bei den Universalzahnpasten als auch bei den Zahnpasten für sensitive Menschen und bei Zahncremes, die die Zähne weißer erscheinen lassen sollen. Nur bei einzelnen Bioprodukten vergaben die Warentester die Note „mangelhaft“, weil die betroffenen Produkte kein Fluorid zur Kariesprophylaxe enthalten. Der komplette Test mit einem Produktfinder für alle 73 Zahnpasten ist gegen Gebühr unter test.de erhältlich.

Die richtige Zahnpflege ist die beste Vorsorge

Fluoride sind ein unverzichtbarer Inhaltsstoff der Zahnpasta. Diese Verbindungen schützen den Zahnschmelz, indem sie Kalzium binden. Fluoride sind damit ein sehr wichtiger Bestandteil der Kariesvorsorge. Zu der gehört auch das regelmäßige Putzen. Mindestens 2 Mal am Tag empfehlen Zahnärzte. Allerdings nicht unmittelbar nach den Mahlzeiten. Der Grund: Vom Essen kann der Zahnschmelz angegriffen sein. Eine halbe Stunde nach säurehaltigen Mahlzeiten ist der Zahnschmelz wieder stabilisiert.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt – mindestens 1 Mal im Jahr – tragen ferner dazu bei, dass Karies keine größeren Schäden anrichten kann. Professionelle Zahnreinigungen – wie sie auch von der Stiftung Warentest als sinnvoll empfohlen werden – runden die Zahnpflege ab.

Bonusheft nicht vergessen

Übrigens: Bei der Kontrolluntersuchung sollten gesetzlich Versicherte ihr Bonusheft vorlegen. Damit erhöht sich für den Fall der Notwendigkeit von Zahnersatz der Festzuschuss der Krankenkasse. Die Barmer GEK hat vor kurzem im Zahnreport 2015 darauf hingewiesen, dass ihre Versicherten jährlich 20 Millionen Euro an erhöhten Zuschüssen verschenken, weil sie nicht zur Kontrolluntersuchung gehen.

Autor: Charly Kahle

Stand: 22.02.2016

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