Rauchen aufhören: Kein Nutzen von E-Zigaretten

Neun Fachgesellschaften sind überzeugt: Für Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, haben E-Zigaretten keinen Nutzen.

E-Zigarette Mann

Neun medizinische Fachgesellschaften sind überzeugt: E-Zigaretten haben keinen Nutzen für Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten. Wegen eines fehlenden Wirksamkeitsnachweises und gleichzeitiger Sicherheitsbedenken könnten elektronische Zigaretten für die Entwöhnungsbehandlung nicht empfohlen werden. So steht es in einem Positionspapier der Fachgesellschaften, das auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (Lungenheilkunde) verabschiedet wurde.

Die Fachgesellschaften stören sich unter anderem daran, dass E-Zigaretten dazu beitragen könnten, dass Rauchen wieder stärker gesellschaftlich akzeptiert wird. Für Jugendliche seien E-Zigaretten besonders verlockend, weil Geschmacksrichtungen (Frucht, Cola) sowie die Werbung E-Zigaretten als harmlos erscheinen lassen könnten.

Langzeitfolgen nicht untersucht – Krebsgefahr durch Nikotin

Tatsächlich aber seien die Langzeitfolgen der E-Zigaretten nicht ausreichend untersucht. Ferner sei auch nicht akzeptabel, dass Verdampfungsprodukte unreguliert verkauft werden. Viele der sogenannten Liquids für E-Zigaretten enthalten unbekannte Stoffe und Nikotin. Aktuelle Studien legten aber nahe, dass schon der alleinige Konsum von Nikotin krebsauslösend sein dürfte.

Nutzen bei Rauchen aufhören kaum belegt

Die Belege für einen angeblichen Nutzen der E-Zigaretten beim Rauchen aufhören bezeichnen die Mediziner in ihrem Positionspapier als nicht ausreichend. Sie verweisen darauf, dass es erprobte und nachgewiesenermaßen erfolgreiche Rezepte der Nikotinentwöhnung gebe.

Unterzeichner des Positionspapiers zu E-Zigaretten

Das Positionspapier zu E-Zigaretten haben die folgenden Fachgesellschaften verabschiedet:

  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
  • Bundesverband der Pneumologen (BdP)
  • Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM)
  • Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG)
  • Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
  • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
  • Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
  • Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)
  • Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP)

Autor: Charly Kahle

Stand: 25.03.2015

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