Ökotest: Mineralöl in Schokolade

Ökotest hat 40 verschiedene Schokoladen untersucht. Mehr als die Hälfte enthält mitunter hohe Konzentrationen von Mineralölresten.

Schokolade

Ökotest hat 40 Schokoladen von Markengerstellern und Discountern auf Rückstände von Mineralölen untersucht. Im aktuellen Juli-Heft sind die Ergebnisse veröffentlicht. Demnach waren nur 13 Schokoladen gering belastet. Testsieger: Choceur Feinherb Nuss von Aldi-Süd. Auf Platz 2 und 3 folgen Ritter Sport und Feodora.

Mehrheit der Schokoladen über dem Grenzwert

Unter den am stärksten belasteten Schokoladentafeln finden sich vor allem Discounter-Produkte, aber auch teure Markenware. Unter den Discounter Produkten besonders auffällig waren Moser Roth-Schokoladen von Aldi Süd. Hier fielen gleich 5 verschiedene Sorten mit hohen Konzentrationen auf. Aber auch eine Zartbitterschokolade des Markenherstellers Hachez erwies sich als hoch belastet.

Die Tester zeigen sich überrascht, dass sowohl der Testsieger als auch besonders stark belastete Produkte von ein- und demselben Hersteller kommen. Als mögliche Quelle der Verunreinigungen gelten vor allem die Verpackung, der Transportweg sowie die Maschinen, auf denen die Schokoladentafeln produziert werden.

Mineralölrückstände Mosh und Moah

Als kritische Mineralölrückstande gelten vor allem diverse gesättigte (Mosh), aromatische (Moah) oder synthetische Kohlenwasserstoffe sowie Polymer-Kohlenwasserstoffe. Mosh und Moah gelten als krebserregend. Nach Angaben der Stiftung Warentest reichert sich insbesondere Mosh im Körper an. Die Europäische Lebensmittelagentur empfehle, nicht  mehr als 9 Gramm Mosh pro Jahr zu sich zu nehmen.

Mineralbestandteile in Lippenpflegemitteln

Bereits im Frühjahr hatte die Stiftung Warentest 35 beliebte Lippenpflegemittel untersucht. Das Ergebnis: Nur gut die Hälfte der Mittel ist empfehlenswert. 18 Lippenstifte fallen durch, weil sie verschiedene Kohlenwasserstoffe enthalten.

Autor: Charly Kahle

Stand: 03.07.2017

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