Neuer Bluttest für CFS-Diagnose möglich?

Patienten mit dem Chronic Fatigue Syndroms haben oft eine jahrelange Ärzte-Odyssee bis zur richtigen Diagnose hinter sich. US-Forscher haben nun Eiweißstoffe identifiziert, die einen einfach Bluttest zur Diagnose von chronischer Erschöpfung ermöglichen könnten.

Bluttest

Konzentrationen von 17 Zytokinen deutlich erhöht

Die Ursachen des Chronic Fatigue Syndroms (CFS) sind bislang nicht bekannt. Auch gibt es keine tatsächlich wirkungsvollen Therapiekonzepte. Amerikanische Forscher aber melden nun einen Fortschritt, der wenigstens die Diagnose des chronischen Erschöpfungssyndroms erleichtern könnte. Das Forscherteam der Stanford-Universität berichtet im Fachmagazin PNAS, man habe vielversprechende Ansätze für einen CFS-Bluttest entdeckt.

Bei der Suche nach den Ursachen von CFS hatte das Forscherteam sich auf eine bestimmte Gruppe von Eiweißen konzentriert. Diese sogenanten Zytokine sind Proteine, die unter anderem bei Entzündungsreaktionen eine zentrale Rolle spielen.

Für ihre Studie verglichen die Wissenschaftler die Konzentration von 51 verschiedenen Zytokinen in den Blutproben von 192 CFS-Patienten mit der Zytokin-Konzentration von fast 400 Proben gesunder Menschen. Dabei fanden sie heraus, dass bei den Menschen mit CFS die Konzentration von 17 Zytokinen deutlich höher war als bei den gesunden Probanden. Nach Einschätzung der Forscher ist damit der Weg zu einem CFS-Bluttest geebnet, der den Patienten zumindest die Ungewissheit einer fehlenden Diagnose nehme.

Bislang völlig unklar ist weiterhin, ob die 17 identifizierten Zytokine tatsächlich eine Rolle bei der Entstehung von CFS spielen. Es ist durchaus möglich, dass sie lediglich eine Folge der Erkrankung sind. Ob die Zytokine auch einen Ansatz für die Therapie von CFS bieten, bleibt damit Gegenstand weiterer Studien.

Autor: Charly Kahle

Stand: 14.08.2017

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