Moderates Joggen erhöht Lebenserwartung am meisten

Bewegung ist ohne Zweifel gesund und verlängert das Leben. Dabei ist weniger mitunter aber mehr. Eine neue Studie belegt: Moderates Joggen erhöht Lebenserwartung am meisten.

Waldlauf

Wer regelmäßig laufen geht, vergrößert in der Regel mit fortschreitendem Trainingserfolg die Laufstrecke oder steigert die Intensität, läuft also schneller oder häufiger. Die verbesserte körperliche Fitness erleben die meisten Läufer als Erfolg. Dieses Erfolgserlebnis aber hat allem Anschein nach eine Schattenseite. Dänische Forscher fanden in einer Langzeitstudie heraus: Am gesündesten verhalten sich die Läufer, die nicht mehr als 3 Mal pro Woche joggen und dabei nicht schneller als etwa 8 km/h laufen. Wer regelmäßig häufiger oder schneller läuft hat eine Lebenserwartung, die mit der von Nicht-Läufern vergleichbar ist. Laut der Studie können Männer ihre Lebenserwartung durchs Laufen um bis zu 6,2 Jahre verbessern. Bei Frauen verlängert sich die Lebenserwartung durch das Joggen um bis zu 5,6 Jahre.

Die dänischen Forscher untersuchten in der Copenhagen City Heart Study mehr als 1.500 Menschen im Alter von 20 bis 86 Jahren und einem Durchschnittsalter von 61 Jahren. 1098 Teilnehmer waren Jogger, 431 auch ansonsten nicht bewegungsfreudige Nicht-Läufer bildeten die Kontrollgruppe. Alle Teilnehmer waren weitgehend gesund. Die Untersuchungen erstreckten sich auf einen Zeitraum von bis zu 12 Jahren zwischen 2001 und 2013. Die Läufer unterteilten die Forscher je nach Laufhäufigkeit, Dauer und Tempo in drei Gruppen.

Laufdauer und Lauftempo bestimmen Lebenserwartung

In Bezug auf die Laufdauer erzielten die Läufer die besten Ergebnisse, die bis zu 3 Mal in der Woche für bis zu 2,4 Stunden nicht schneller als 8 km/h joggen. Diese Gruppe senkte ihr statistisches Sterberisiko im Vergleich mit der Gruppe der Nichtläufer um 78 Prozent. Wer über den gleichen Zeitraum 3 Mal pro Woche mit etwa 11 km/h läuft, senkt das Sterberisiko nur noch um 34 Prozent.

Hohe Leistung verringert Lebenserwartung

Überraschenderweise zeigte sich bei den Läufern mit den höchsten sportlichen Leistungen, dass sich die Lebenserwartung deutlich verringert. Wer häufiger als 3 Mal die Woche bei einem hohen Tempo und/oder über mehr als 3 Stunden läuft, hat keinen Vorteil mehr im Vergleich zu den Nicht-Läufern. Das Gegenteil ist der Fall: Die Lebenserwartung nimmt ab.

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