Masern breiten sich weiter aus

Es begann in Berlin – nunmehr ist fast das ganze Bundesgebiet betroffen. Die Masern breiten sich weiter aus.

Masern-Schriftzug

Es begann in Berlin – nunmehr ist fast das ganze Bundesgebiet betroffen. Mittlerweile haben sich nach Angaben des Robert-Koch-Institutes mehr als 1000 Menschen nachweislich mit Masern angesteckt. Pro Tag meldeten die Behörden etwa 20 neue Fälle. Ein Abebben der Masernwelle sei gegenwärtig also nicht in Sicht, sagte eine RKI-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa.

Schwerpunkt des Masernausbruchs ist nach wie vor Berlin. Dort zählt das RKI mittlerweile mehr als 800 Fälle. Jeweils einige Dutzend Fälle entfallen auf die meisten anderen Bundesländer. Nur Bremen, das Saarland und Rheinland-Pfalz hätten bislang keine Masern-Infektionen gemeldet.

Impflücken – auch beim medizinischen Personal

Der aktuelle Masernausbruch ist auf einen nicht ausreichenden Impfschutz zurückzuführen. 661 der Menschen mit gemeldeter Maserninfektion (Stand 13. März) seien nicht oder nicht ausreichend geimpft. Impflücken gibt es nach Angaben des RKI in allen Altersgruppen. Das gilt vor allem für Menschen, die nach 1970 geboren sind.

Studie: Fehlender Impfschutz im Krankenhaus

Arztpraxen und Krankenhäuser gelten bei vielen Vireninfektionen als ein Hautverbreitungsherd. Der Betriebsärztliche Dienst des Universitätsklinikums hat einen Finger in die Wunde Masern-Impflücke gelegt. Professor Sabine Wicker und ihre Kollgen weisen in einer Studie nach, dass nur 83 Prozent ihrer Probanden aus dem Gesundheitswesen über eine ausreichende Masernimmunität verfügen. Wicker und Kollegen hatten zwischen 2003 und 2013 Blutproben von 10.000 Mitarbeitern des Klinikums auf Masernantikörper untersucht. Die Forscher verweisen darauf, dass sich die Impfrate in den vergangenen Jahren nicht verbessert habe.

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