Masern: Mehr als 11.000 Fälle in Europa

Am stärksten betroffen ist gegenwärtig Rumänien. Aber auch in den Urlaubsändern Italien, Frankreich und Österreich sowie Deutschland grassieren die Masern.

Impfung Masern

In diesem Sommer kann es sich lohnen, den Masern-Impfschutz zu überprüfen. Denn in diesem Jahr kommt es zu außergewöhnlichen vielen und heftigen Masernausbrüchen. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sind gegenwärtig 18 europäische Länder betroffen. Weltweit berichten demnach 32 Ländern von Masernausbrüchen. In den vergangenen 18 Monaten seien bereits 32 Menschen an den Folgen einer Maserninfektion gestorben, darunter auch eine Deutsche. In nahezu 90 Prozent der Fälle waren die Erkrankten laut ECDC nicht oder nicht vollständig gegen Masern geimpft.

Auch Urlaubsländer und Deutschland betroffen

Mit bislang 6.500 bestätigten Infektionen ist die Masernepidemie nach Angaben der ECDC in Rumänien am stärksten. Der dort nachgewiesene Virenstamm habe auch in anderen Ländern einige Masernfälle verursacht.

Für deutsche Urlauber von besonderem Interesse dürften die Masernausbrüche in den beliebten Urlaubszielen sein. In Italien wurden in diesem Jahr bereits mehr als 2.700 Fälle registriert. In Frankreich habe sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht. Auch in Österreich gab es bis Ende Mai 2017 bereits mehr Masernfälle als im gesamten Vorjahr.

In Deutschland erfasste das Robert-Koch-Institut bis Mitte Juli 790 Infektionen mit dem Masernvirus. Das sind fast 5 Mal so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres (163).

Autor: Charly Kahle

Stand: 17.07.2017

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