Herz in Hand

Herzinsuffizienz: Rate plötzlichen Herztodes halbiert

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Rate des plötzlichen Herztodes bei Menschen mit bestimmten Formen der Herzschwäche (systolische Herzinsuffizienzen mit verminderter Auswurfleistung) nahezu halbiert. Nach Angaben des Medizinportals univadis sank die Quote von 6,5 Prozent (RALES-Studie aus dem Jahre 1998) auf zuletzt 3,3 Prozent laut PARADIGM-HF-Studie 2014. Grundlage der von Univadis zitierten Studie sind Daten von 40.000 Patienten, die zwischen 1994 und 2015 wegen systolischer Herzinsuffizienz an klinischen Studien teilnahmen. Der Behandlungserfolg gehe vor allem auf die verbesserte medikamentöse Therapie zurück.

Kleine Ernährungsumstellungen mit großem Gewinn für die Herzgesundheit

Neben der medikamentösen Therapie können schon kleine Änderungen bei der Ernährung die Lebenserwartung bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems deutlich erhöhen. Wissenschaftler der Harvard T.H. Chan School of Public Health werteten die Ergebnisse aus zwei Studien aus. In der einen waren die Ernährungsgewohnheiten von mehr als 120.000  Krankenschwestern über einen Zeitraum von 12 Jahren ausgewertet worden. Die andere Studie betrachtete mehr als 50.000 Männern aus Gesundheitsberufen.

Das Ergebnis: Wer seine Ernährung nur zu 20 Prozent in Richtung von Vollkornprodukten, Gemüse, Obst, Nüssen und Hülsenfrüchten verschiebe und den Verzehr von Fleisch und Zucker im gleichen Maß zurückfahre, könne das Risiko für einen vorzeitigen Tod um bis zu 17 Prozent senken. Deutlich auch der Effekt, wenn Ernährungsgewohnheiten sich in die andere Richtung bewegen: Schon eine kleine Veränderung in Richtung ungesunder Ernährung erhöhe das Sterberisiko um bis zu 12 Prozent.

Graue Haare als Beleg für höheres Herzrisiko?

In einer anderen Studie untersuchten Kardiologen der Universität Kairo einen Zusammenhang von grauen Haaren bei Männern mit einem erhöhten Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Graufärbung der Haare bei Männern – unabhängig vom Alter und anderen Risikofaktoren - in einem signifikanten  statistischen Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehe. Demnach gilt: Je grauer die Haare eines einstmals schwarzhaarigen  Mannes, umso höher das Risiko für koronare Herzerkrankungen. Die Autoren erklären den Zusammenhang damit, dass Arteriosklerose und die Graufärbung der Haupthaare über „ähnliche biologische Entwicklungswege“ zustande kommen.

Autor: Charly Kahle

Stand: 27.08.2017