Frühjahrstipps für Allergiker

Ob bei Hasel, Erle oder Birke, Heuschnupfen-Patienten können besser durch das Frühjahr kommen, wenn sie einige Verhaltensregeln beachten.

Frau putzt sich die Nase

Die Pollen von Hasel und Erle greifen als erste die Nasenschleimhäute der Allergiker an. Es folgen Ulme, Pappel und Weide, und schließlich, im April und Mai, die Birke, deren Pollen eine besonders starke allergische Wirkung entfalten. Heuschnupfen-Patienten können besser durch das Frühjahr kommen, wenn sie einige Verhaltensregeln beachten: •    Bei Autofahrten Fenster geschlossen halten und den Ventilator nur bei Autos mit eingebautem Luftfilter benützen.   •    Gartenarbeit, Sport im Freien und Camping-Aufenthalte meiden.   •    Den Rasen im Wohngärten vor der Gräserblüte Anfang bis Mitte Mai mähen und durch regelmäßiges Mähen kurz halten. Der Allergiker soll       nicht selbst mähen.   •    Bei der Neuanlage von Gärten keine windblütigen Pflanzen, die viel Pollen produzieren wie z. B. Birke, Hasel setzen, sondern auf Pflanzen mit          auffallenden Blüten wie z. B. Rosen, Lippenblütler (z. B. Lavendel, Salbei), Kletterpflanzen (z. B. Efeu, Farne und Moose) ausweichen.  •    Bei trockenem, leicht windigem Wetter möglichst im Haus bleiben und die Wohnräume, vor allem aber das Schlafzimmer nicht lüften.   •    Eine dunkle Sonnenbrille mit Seitenschutz tragen, da oft auch eine Empfindlichkeit gegen Helligkeit und Lichtreize vorhanden ist.   •    Abends regelmäßig Haare waschen.   •    Einmal-Taschentücher benutzen.   •    Bei der Wahl des Urlaubsortes beachten, dass im Hochgebirge der Pollenflug bis zu vier Wochen später einsetzt und qualitativ geringer ist.   •    Die Vorhersagen der Meteorologen und Pollenwarndienste beachten. „Wer diese Regeln befolgt, verbessert nicht nur sein allgemeines Wohlbefinden“, so Dr. Lecheler, ärztlicher Direktor des CJD Asthmazentrums Berchtesgaden: „Er tut auch langfristig etwas für seine Gesundheit, denn aus einem schweren Heuschnupfen kann sich allmählich eine chronische Asthmaerkrankung entwickeln“. Das sei vielen Allergikern gar nicht bewusst, bedeute aber eine dauerhafte schwere Beeinträchtigung der Lebensqualität. Gerade bei Kindern und Jugendlichen sollten verantwortungsvolle Eltern einer derartigen Krankheitsentwicklung vorbeugen. Neben dem richtigen Verhalten ist gegebenenfalls auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll. In Apotheke frei erhältlich sind Nasen- und Augentropfen, die als Wirkstoff so genannte Antihistaminika enthalten. Durch direktes Auftragen auf die Schleimhäute wirken sie schnell und können vorbeugend genommen werden. Entsprechende Antihistaminika-Präparate gibt es ebenfalls als Tabletten. Ihr Servicetelefon bei schwerem Heuschnupfen mit Anzeichen von Asthma: Telefon (0 86 52) 60 00-1 61, CJD Asthmazentrum Berchtesgaden Quelle: CJD Asthmazentrum Berchtesgaden

Autor: Charly Kahle

Stand: 21.01.2015

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