Diabetes: Arme und Männer besonders häufig betroffen

Die Zahl der Diabetes-Erkrankungen steigt weltweit weiter an. Mittlerweile sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation 422 Millionen Menschen erkrankt, die meisten am erworbenen Diabetes vom Typ 2. Gut 60 Prozent des Anstiegs begründen sich laut WHO vor allem durch Übergewicht und einen ungesunden Lebensstil mit Bewegungsmangel.

Diabetes medizinischer Bericht

Keine Krankheit verbreitet sich weltweit schneller als Diabetes. Mittlerweile sind gut 422 Millionen Menschen von der Zuckerkrankheit betroffen. Damit hat sich die Zahl der Zuckerkranken zwischen 1980 und 2014 nahezu vervierfacht. Die Stoffwechselstörung ist in vielen armen Ländern die häufigste Todesursache bei Menschen zwischen 20 und 69 Jahren. So wichtige Kennziffern der Weltgesundheitsorganisation WHO in ihrem ersten Welt-Diabetes-Bericht. Mehr als die Hälfte der Diabetiker kommt inzwischen aus China, Indien, Brasilien, Indonesien und den USA.

Besonders dramatisch ist der Anstieg in China und Indien. 1980 zählte China 20,4 Millionen Erkrankte (Anteil weltweit: 18,9 %). 2014 kommt nahezu ein Viertel der Diabetes-Kranken (24,4 %) aus China. In absoluten Zahlen: 103 Millionen Chinesen sind zuckerkrank. Ähnlich stark ist die Diabetes-Dynamik in Indien. Hier stieg die Zahl der Diabetiker zwischen 1980 und 2014 von gut 12 Millionen (Weltanteil: 11 %) auf fast 65 Millionen (15 %).

Deutschland auf Platz 14 der Diabetes-Rangliste

Deutschland war 1980 mit 3,4 Millionen noch auf Platz 6 der Diabetes-Weltrangliste. 2014 führt die WHO Deutschland auf Platz 14. Die Zahl der Diabetiker ist aber dennoch um 50 Prozent auf 5,1 Millionen kräftig gestiegen, bei einer annähernd gleichbleibenden Einwohnerzahl. Die Deutsche Diabetes-Hilfe geht von 6 Millionen Männern und Frauen mit Zuckerkrankheit in Deutschland aus.

Jeden Tag kommen 1.000 Neuerkrankungen hinzu. Dabei sind fast alle Neuerkrankungen nach Ansicht der meisten Experten zu vermeiden. Denn Diabetes 2 wird in aller Regel erworben. Die Gründe: Übergewicht durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Besonders der Bewegungsmangel wirkt sich dabei negativ auf die Lebenserwartung aus. Grundlage des ersten Diabetes-Weltberichtes der WHO sind Daten aus 751 Studien mit mehr als 4,4 Millionen Menschen aus 146 Ländern.

Autor: Charly Kahle

Stand: 11.04.2016

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