DKV Report Deutsche bewegen sich weniger

Nur noch 45 Prozent der Deutschen sind wenigstens 150 Minuten pro Woche körperlich aktiv. Vor zwei Jahren waren es noch 54 Prozent.

Bewegung

Die Parks sind voller Jogger und allerorten eröffnen neue Fitnessstudios. Und doch bewegen sich die Deutschen offenbar noch weniger. Mittlerweile erreichten nur noch 45 Prozent der Erwachsenen mindestens 150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche, schreibt die Deutsche Krankenversicherung in ihrem aktuellen DKV-Report 2016. Vor zwei Jahren lag der Anteil der körperlich Aktiven demnach noch bei 54 Prozent. Der Report „Wie gesund ist Deutschland“ erstellt die DKV alle 2 Jahre in Kooperation mit der Sporthochschule Köln.

Bewegungsmangel sei mittlerweile vor allem auch ein soziales Problem, so DKV-Chef Clemens Muth bei der Vorstellung des Reports. Jeder zweite Befragte mit Hauptschulabschluss gebe an, in der Freizeit nicht mehr körperlich aktiv zu werden. Gegenwärtig bewegten sich Menschen mit geringer Qualifikation vor allem bei der Arbeit. Mit dem digitalen Wandel würden solche Arbeitsplätze aber immer weiter verloren gehen und die Bewegungsquote noch weiter sinken, so Muth. Das „starke soziale Gefälle“ im Bewegungsverhalten sehe die DKV auch bei der Verbreitung von Übergewicht – und dem damit einhergehenden erhöhten Risiko für Herzkreislauferkrankungen.

Schreibtischarbeiter sitzen bis zu 11 Stunden pro Tag

Fast die Hälfte der von der DKV befragten Arbeitnehmer gibt an, vor allem am Schreibtisch zu arbeiten (46 Prozent). Dabei sitzen sie gut 75 Prozent dieser Zeit. Insgesamt (Arbeitszeit plus Freizeit) verbringen Schreibtischarbeiter etwa 11 Stunden pro Tag im Sitzen. Dabei „wollen die meisten Schreibtischarbeiter gar nicht so lange sitzen“, so Professor Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln. Dennoch änderten die meisten ihr Verhalten nicht. Froböse empfiehlt ganz einfache Maßnahmen, um der Routine des Sitzens zu entgehen. Öfter einfach mal aufstehen, zu einem Kollegen ins Büro gehen statt anzurufen oder die oder andere Sitzung im Stehen abzuhalten.

Autor: Charly Kahle

Stand: 27.09.2017

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