Corona Virus: Deutscher nach Mers-Infektion gestorben

Der 65jährige Mann war nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums bereits im März wegen einer akuten Infektion mit Mers in einem niedersächsischen Krankenhaus behandelt worden.

Lungenschmerzen

In Deutschland gibt es erneut einen Todesfall im Zusammenhang mit der schweren Atemwegsinfektion Mers. Der 65jährige Mann war nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums bereits im März wegen einer akuten Mers-Infektion mit dem Coronavirus behandelt worden. Das Marienhospital in Osnabrück habe den Patienten als geheilt entlassen. Nun sei er an einer folgenden Lungenerkrankung verstorben, so die Nils-Stensen-Kliniken in Ostercappeln, in das der Erkrankte eingeliefert worden war.

Ministerium: Keine weiteren Ansteckungen

Eine Verbreitung des Virus in den Krankenhäusern oder im Umfeld des Mannes hat es nach den gegenwärtigen Erkenntnissen nicht gegeben. Das Gesundheitsministerium teilte mit, mehr als 200 Kontaktpersonen seien untersucht worden. Es habe keine weiteren Infektionen gegeben. Die Zusammenarbeit von Krankenhäusern, Gesundheitsämtern und Robert-Koch-Institut sowie anderen Ämtern habe sehr gut funktioniert.

Schon der 2. Todesfall

Der Mann aus Niedersachsen ist der 3. bekannte Fall einer Mers-Infektion in Deutschland – und der 2. Todesfall. Die Infektion hat er sich aller Wahrscheinlichkeit nach bei einer Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate zugezogen, wo er einen Tiermarkt besuchte. Die Mers-Coronaviren werden nach dem gegenwärtigem Stand der Erkenntnis von Kamelen und Dromedaren übertragen.

Die beiden anderen Infektionen stammen aus den Jahren 2012 und 2013. Die Betroffenen hatten sich in Katar beziehungsweise Vereinigten Arabischen Emiraten mit der gefährlichen Variante des Coronavirus angesteckt. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes überlebte nur einer der beiden Patienten.

Mers-Ausbruch in Südkorea: Keine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt

Trotz des aktuellen Mers-Ausbruches in Südkorea mit mindestens 16 Toten und 150 Ansteckungen sieht das Auswärtige Amt keinen Grund für eine Reisewarnung [http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/KoreaRepublikSicherheit.html]. Die Gefährdung sei gering. Es empfiehlt allerdings, die grundlegenden hygienischen Maßnahmen strikt zu beachten. Gesichtsmasken zum Schutz vor einer Ansteckung seien gegenwärtig nicht notwendig.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, bei Reisen auf die arabische Halbinsel den Kontakt zu Kamelen und Dromedaren zu vermeiden.

Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus

Mers oder MERS-CoV steht für „Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus“. Dabei handelt es sich um eine in der Regel schwer verlaufende Atemwegserkrankung. Gefürchtete Komplikationen der Erkrankung sind Lungenentzündungen und Nierenversagen.

Coronavieren können eine Vielzahl von Erkrankungen auslösen. Dazu gehören ganz normale Erkältungen, aber auch schwere und hochansteckende Atemwegsinfektionen wie Mers und Sars.

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