Schon kleine Mengen Alkohol schädigen das Herz

Wieder ein Rückschlag für die Mär vom gesunden Gläschen: Bei täglichem Alkoholtrinken steigt das Risiko für Vorhofflimmern deutlich.

Alkohol

Ist der tägliche Genuss von kleinen Mengen Alkohol wirklich gesund? Die Fakten sprechen dagegen. Das bestätigt auch eine neue Studie über Alkohol und Vorhofflimmern.

Ein alkoholisches Getränk pro Tag steigert die Wahrscheinlichkeit für Vorhofflimmern um 5 Prozent. So das Ergebnis der Framingham Heart Study, die US-Forscher jüngst im Journal of the American Heart Association veröffentlicht haben. Die Forschergruppe sei selbst überrascht gewesen, dass schon kleine Mengen Alkohol einen so deutlichen Effekt auf die Herzgesundheit erzielten, schreiben die Autoren um Gregory Marcus. Der Professor für Medizin an der University of California schränkt aber auch ein: Noch lasse sich nicht sagen, ob und wie sich die Ergebnisse der Studie auf die Allgemeinheit übertragen ließen.

Die Forscher hatten über einen Zeitraum von 6 Jahren bei mehr als 5.200 Studienteilnehmer insgesamt knapp 17.700 Elektrokardiogramme gemacht. Dabei entdeckten sie fast 1.100 Fälle von Vorhofflimmern. Ihre Ergebnisse setzten die Forscher in Zusammenhang zur Häufigkeit des Alkoholkonsums. Das Ergebnis: Jedes Glas pro Tag kann das Wachstum des linken Herzvorhofes vergrößern. Das Risiko für Vorhofflimmern steige damit pro Glas um 5 Prozent.

Vorhofflimmern wichtiger Risikofaktor für Schlaganfall

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Alleine in Deutschland müssen pro Jahr etwa 1 Million Menschen deswegen behandelt werden. Vorhofflimmern stört den Blutfluss im Herzen. Dadurch steigt das Risiko, dass sich Gerinnsel (Thromben) bilden und in die Gefäße gelangen, die zum Gehirn führen, und diese verschließen. Die mögliche lebensgefährliche Folge ist ein Schlaganfall. Jeder dritte bis vierte Schlaganfall entsteht durch Gerinnsel aus dem flimmernden Vorhof. Im folgenden Beitrag finden Sie ausführliche Informationen über Vorhofflimmern.

Autor: Charly Kahle

Stand: 20.09.2016

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