Mehr als 16 Millionen Operationen in Krankenhäusern

Dabei wurden mehr als 400.000 Eingriffe am Herzen vorgenommen und mehr als 390.000 Operationen am Darm.

Ärzte im OP

Die Zahl der Operationen in den deutschen Krankenhäusern ist im vergangenen Jahr auf fast 16,2 Millionen Eingriffe gestiegen. Das sind im Vergleich zum Vorjahr (15,8 Mio.) gut 400.000 Operationen mehr. Das entspricht in etwa der Anzahl der Operationen am offenen Herzen, die vom Statistischen Bundesamt mit 416.574 angegeben wird. Häufigste Operation nach Eingruppierung in die Fallpauschalen-Gruppen sind nach Angaben der Gesundheitsberichterstattung des Bundes die als „Andere Operationen am Darm“ zusammengefassten Eingriffe. Ihre Zahl betrug im vergangenen Jahr 382.000.

Der zweithäufigste Eingriff war die Korrektur eines Dammrisses nach der Geburt mit gut 296.000 Fällen. Die Zahl der Kaiserschnitte betrug gut 227.000. Operationen im Bereich der Lendenwirbelsäule (286.000) und arthroskopische Eingriffe am Knie (281.000) stehen auf Platz 3 und 4 der Operationen-Hitliste.

Gerade die Eingriffe am Knie und am Rücken sehen vieler Experten kritisch. Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass etwa Kniegelenks-Spiegelungen fast ohne Nutzen bleiben und die Behandlung von Rückenschmerzen im Krankenhaus sehr schlechte Ergebnisse erzielt.

Häufigste Operationen bei Kindern

Bei Kindern unter 14 Jahren entfallen mehr als 90.000 Operationen auf 3 Eingriffe. Am häufigsten werden die Kinder am Ohr operiert. Auf die Eröffnung der Paukenhöhle mit Einschneiden des Trommelfells entfallen gut 34.500 Operationen. In 33.600 Fällen haben die Chirurgen die Rachenmandeln entfernt (33.600), nächst häufiger Eingriff auf Platz 3 ist die Entfernung der Gaumenmandeln (22.200).

Herzschrittmacher und Defibrillatoren

Von den gut 420.000 Operationen am Herzen entfällt gut ein Viertel (132.00) auf die Implantation eines Herzschrittmachers oder Defibrillators. Die Entfernung dieser Taktgeber oder Herzschocker schlägt mit fast 63.000 Herzoperationen zu Buche. In gut 80.000 Fällen legten die deutschen Kardiologen im vergangenen Jahr einen Bypass, schreibt das Statistische Bundesamt.

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