Schlafrituale

Schlafrituale schaffen Ruhe und Entspannung und helfen auf den Weg in einen guten Schlaf. Hier erfahren Sie mehr, wie Sie Ihren Schlaf mit Schlafritualen verbessern können.

Schlafrituale

Kinder schlafen beim Vorlesen oder mit dem bekannten Schlaflied viel einfacher ein als ohne. Und in diesem Sinne sind auch Erwachsene Kinder: Schlafrituale erleichtern nicht nur das Einschlafen, sondern sorgen insgesamt für eine bessere Schlafqualität. Wie war das in Ihrer Kindheit? Oder wie bringen Sie Ihre Kinder ins Bett? Wahrscheinlich sorgen Sie jeden Abend für einen ähnlichen Ablauf. Schlafforscher sprechen von einem Schlafritual. Wir schlafen einfach leichter ein, wenn wir uns körperlich und seelisch auf den Schlaf einstellen. Ein Schlafritual schafft Ruhe und Entspannung – und hilft so auf den Weg in einen guten Schlaf.

Unruhe stört den Schlaf

Wie alle Abläufe in unserem Körper wird auch der Schlaf durch Botenstoffe gesteuert. Eine wesentliche Rolle dabei spielen Hormone wie Melatonin. Stresshormone sind die natürlichen Gegenspieler von Entspannung und Schlaf. Stresshormone wie Adrenalin schüttet der Körper vor allem aus, wenn wir körperlich aktiv sind oder starke Gefühle wie Angst, Wut oder Unruhe erleben. Aber auch starke freudvolle Reaktionen oder konzentriertes geistiges Arbeiten regen die Produktion von Stresshormonen an. Ein gutes Schlafritual zielt daher vor allem darauf, Stress und jede Form von negativer oder positiver Unruhe zu vermeiden.

Schlafrituale sind eine Frage der Gewöhnung

Wie genau Ihr Schlafritual aussieht, bleibt Ihnen und Ihren Vorlieben überlassen. Wenn Sie gerne Musik hören und dabei entspannen, ist Musik ein guter Wegbereiter. Wahrscheinlich finden Sie allerdings leichter in den Schlaf, wenn Sie statt Metal oder Techno zu einer Musik greifen, die langsam und melodiös ist. Viele Menschen haben einen Fernseher im Schlafzimmer und lassen sich vom TV eine Gutenacht-Geschichte erzählen. Das ist als Schlafritual aber nicht zu empfehlen. Das flackernde Licht und die wechselnden Lautstärken stören den Einschlafprozess und den Ablauf der Schlafphasen. Wer auf die Gutenacht-Geschichte nicht verzichten mag, hört besser ein ruhiges Hörbuch – oder liest ein paar Seiten vor dem Einschlafen. Auch in diesen Fällen gilt: Besser etwas Entspannendes hören oder lesen – und den Sprachkurs oder die Fachlektüre auf den nächsten Morgen verschieben.

Handy ausschalten

Fast die Hälfte aller Deutschen – Tendenz steigend - nimmt das Handy mit ins Bett. Diese ständige Erreichbarkeit erschwert mitunter die Entspannung – und damit auch das Einschlafen. Zu einem guten Schlafritual kann daher gehören, etwa das Handy auszuschalten. So signalisieren Sie sich außerdem, dass der Tag beendet ist und eine Zeit der Ruhe beginnt.

Weitere Tipps für Schlafrituale

Zu einem Schlafritual kann beispielsweise auch gehören, sich mit einem Glas Tee in Ruhe vom Tag zu verabschieden. Wer zum nächtlichen Grübeln neigt, tut gut daran, schriftlich mit dem Tag abzuschließen. Schreiben Sie sich beispielsweise auf, was Sie am nächsten Tag wann und wie erledigen wollen. Diese Klarheit schafft Ruhe, die das Einschlafen und Durchschlafen erleichtert. Entspannungstechniken wie Autogenes Training, einfache Atemübungen oder Autosuggestionen (siehe entspannt in den Schlaf) sind weitere geeignete Methoden, sich auf den Schlaf einzustimmen.

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Autor: Charly Kahle

Stand: 04.12.2017

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