Schlafphasen im Überblick

Zum gesunden Schlaf gehören fünf Schlafphasen. Die Schlafphasen oder Schlafstadien sind am besten an der Hirnaktivität zu erkennen.

Schlafphasen

In der Nacht verarbeitet das Gehirn einen großen Teil der Informationen, die wir am Tag aufnehmen. Schlafmangel stört den Lernerfolg. Sie tüfteln am Abend vergeblich an einem Problem oder versuchen ohne Erfolg, etwas auswendig zu lernen. Und am nächsten Morgen ist die Lösung wie von selbst da! Kennen Sie das? Was viele Menschen schon erlebt haben, galt in der Wissenschaft über viele Jahre als Einbildung. Man ging davon aus, dass das Gehirn in der Nacht schläft und nichts tut.

Einschlafphase, Leichtschlafphase, Tiefschlaf und REM-Schlaf – wir schlafen in einem festgelegten Rhythmus, in dem jede Phase durch typische Gehirnwellenmuster erkennbar ist. Augen zu – und schon bald träumen. Gesunder Schlaf ist ein Segen, den wir genießen. Dass der Schlaf in Phasen verläuft, bekommen wir nicht mit. Tatsächlich entscheidet die Architektur des Schlafes aber darüber, ob wir erholsam schlafen oder nicht. Zum gesunden Schlaf gehören fünf Schlafphasen. Die Schlafphasen oder Schlafstadien sind am besten an der Hirnaktivität zu erkennen.

Einschlafphase

Die Einschlafphase wird auch als Schlafstadium 1 bezeichnet. Wie der Name es nahelegt, handelt es sich um die ersten Minuten während des Einschlafens und danach. Die Einschlafphase ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass der Organismus immer weiter in die Beruhigung und Entspannung herabsinkt. Der Pulsschlag verlangsamt sich, die Atmung wird tiefer und die Zahl der Atemzüge verringert sich. Viele Menschen erleben die Einschlafphase als eine Zeit des Schwerwerdens oder Fallens, die traumähnlich wahrgenommen wird. In der Einschlafphase ist der Schlaf noch sehr oberflächlich. Schon kleine Störungen können uns wecken – und wir sind sofort wieder hellwach.

Leichtschlafphase

Die Leichtschlafphase macht etwa die Hälfte des Schlafes aus. Sie wird auch als Schlafstadium 2 bezeichnet. Manchmal werden die Schlafstadien 1 und 2 zur Leichtschlafphase zusammengefasst. In dieser Phase ist die Hirnaktivität vor allem auf niedrige Frequenzen beschränkt. Das Bewusstsein ist abgeschaltet, wir schlafen mit entspannten Muskeln und nahezu ohne Augenbewegungen.

Tiefschlafphase

In der Tiefschlafphase erholen wir uns besonders gut. Wie der Name es sagt, schlafen wir tief und fest. In der Tiefschlafphase sind viele Menschen nur sehr schwer zu wecken. Falls dies geschieht, finden wir nur langsam zurück ins Bewusstsein. Die Tiefschlafphase ist auch die Phase der tiefsten körperlichen Entspannung. Viele Untersuchungen belegen, dass die Tiefschlafphase die für die körperliche und geistige Erholung wertvollste Phase ist. Die Tiefschlafphase wird von Schlafforschern auch in die Schlafstadien 3 und 4 unterteilt.

REM-Phase

Vom Einschlafen bis in den Tiefschlaf bleibt unser Schlaf im Wesentlichen gleichförmig. Das ändert sich schlagartig mit dem Einsetzen des sogenannten REM-Schlafes oder Traumschlafes. Die REM-Phase verdankt ihren Namen den schnellen Augenbewegungen, die für diesen Schlafabschnitt charakteristisch sind. REM steht für rapid eye movement (schnelle Augenbewegungen). Die Gehirnaktivität beschleunigt sich erheblich und das EEG zeigt viele kleine Ausschläge – ähnlich wie beim Einschlafen. Vor allem in der REM-Phase träumen wir. Viele Schlafforscher gehen davon aus, dass in der REM-Phase vor allem emotionale Sinneseindrücke, aber auch Informationen, verarbeitet werden.

Ablauf der Schlafphasen

Der Ablauf der Schlafphasen wiederholt sich bei gesunden Menschen mit gutem Schlaf mehrfach pro Nacht. Ein vollständiger Zyklus dauert etwa anderthalb Stunden – plus oder minus 10 Minuten. Davon entfallen etwa 50 Minuten auf die Einschlaf- beziehungsweise Leichtschlafphase. Tiefschlaf und REM-Phase machen etwa 40 Minuten dieses Schlafzyklus aus. Am Anfang der Nacht dominiert der Tiefschlaf, gegen Ende der Schlafenszeit verweilen wir vermehrt in den REM-Phasen und bereiten uns aufs Aufwachen vor.

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Autor: Charly Kahle

Stand: 04.12.2017

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