Tardyferon®-Fol Depot-Eisen(II)-sulfat mit Folsäure 80 mg/0,35 mg Filmtabletten

Hinweise

Packungsabbildung Tardyferon®-Fol Depot-Eisen(II)-sulfat mit Folsäure 80 mg/0,35 mg Filmtabletten von Pierre Fabre Pharma GmbH

Hersteller

Pierre Fabre Pharma GmbH

Beipackzettel

Kein Beipackzettel vom Hersteller bereitgestellt

Wirkstoffe

Getrocknetes Eisen(II)-sulfat, Folsäure

Weitere Bestandteile

Maltodextrin, Cellulose, mikrokristalline, Ammoniummethacrylat-Copolymer (Typ A), Ammoniummethacrylat-Copolymer (Typ B), Talkum, Triethylcitrat, Glycerol dibehenat, Sepifilm LP 010, Hypromellose, Stearinsäure, Eisenoxid gelb (E172), Eisen(III)-oxid, Titandioxid

Darreichungsform

Filmtbl.

Packungen

  • Tardyferon®-Fol Depot-Eisen(II)-sulfat mit Folsäure 80 mg/0,35 mg 100 Filmtabletten N3
  • Tardyferon®-Fol Depot-Eisen(II)-sulfat mit Folsäure 80 mg/0,35 mg 50 Filmtabletten N2

Zusammensetzung

1 Filmtbl. mit 374,5 mg enth. 247,25 mg getrocknetes Eisen(II)-sulfat (entspr. 80 mg Eisen(II)-Ionen) u. 0,35 mg Folsäure. Sonst.Bestandt.:Tablettenkern: Maltodextrin, mikrokrist. Cellulose, Ammonium Methacrylat Copolymer Typ A u. B, Talkum, Triethylcitrat, Glyceroldibehenat (Ph.Eur.). Tablettenüberzug: Sepifilm LP010 (Hypromellose, mikrokrist. Cellulose, Stearinsäure), Eisen(III)-oxid gelb (E 172), Eisen(III)oxid rot (E 172), Titandioxid, Triethylcitrat.

Anwendung

Latenter Eisenmangel u. Eisenmangelanämien mit Folsäuredefizit, z.B. während Schwangersch., Wochenbett u. Stillperiode.

Gegenanzeigen

Eisenüberladung, insbes. normo- od. hypersiderämische Anämie, wie Thalassämie, refraktäre Anämie, Anämie aufgrund von medullärer Insuff. Megaloblastenanämie infolge Vit.-B12-Mangel, darf ohne gleichzeit. Vit. B12-Ther. nicht mit Tardyferon-Fol behandelt werden. Kdr. <10 J., Schwellendosis für mögl. tox. Effekte liegt erheblich niedriger als bei Erw.

Schwangerschaft

Nicht über längere Zeit in der hohen Dos. von 2x 1 Filmtbl./Tag einn.

Nebenwirkungen

Die Benzidinprobe od. ähnl. Tests zum Nachweis okkulter Blutungen im Stuhl können falsch-positive Reakt. liefern. Häufig: Verstopfung, Durchfall, aufgeblähter Bauch, Bauchschmerzen, verfärbte Stühle, Übelkeit. Gelegentl.: Kehlkopfödeme. Abnormale Stühle, Dyspepsie, Erbrechen, Gastritis. Pruritus, erythematöser Ausschlag. Nicht bekannt: Hypersensibilität, anaphylakt. Reakt., Lungennekrosen (Bronchialnekrosen), Lungengranulome, pharyngeale Ulzerationen, Bronchostenosen, Zahnverfärbungen, Mundulzera, ösophageale Läsionen, ösophageale Ulzerationen, gastroint. Melanose, Angioödeme, Urtikaria, allerg. Dermatitis.

Wechselwirkungen

Eisen: Gleichzeit. anw. nicht empf.: Injizierbare Eisensalz. Vorsicht bei der gleichzeit. Anw.: Cholestyramine, Antiacida, Calcium, Zink, Bisphosphonate, Tetracycline u. deren Derivate, Penicillamine, Thyroidhormone/Thyroxine, Methyldopa, Levodopa, Carbidopa, Goldverbindungen, Salicylate od. nicht-steroidale Antirheumatika, Chinolon-Antibiotika. Sonst WW: Phytinsäuren (Vollkorngetreide), Polyphenole (Tee, Kaffee, Rotwein), Calcium (Milch, Milchprodukte) u. einige Proteine (Eier). Folsäure: Vorsicht bei der gleichzeit. Anw.: Antikonvulsiva (wie Phenobarbital, Phenytoin, Fosphenytoin, Primidon), Folsäureantagonisten (wie z.B. Chemotherapeutika (Trimethoprim, Proguanil, Pyrimethamin), Zytostatika (Methotrexat), Sulfasalazine, Fluorouracil, Chloramphenicol, Zytostatika, Sulfonamide, Antiepileptika u. Barbiturate.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bes. Vorsicht, falls diätetische od. and. Eisensalz-Ergänzungen verwendet werden (mögl. Eisenüberdosierung). Überdosierung kann vor allem bei Kdrn. Vergiftungen verursachen. Bei vorbestehenden Entzündungen od. Geschwüren der Magen-Darmschleimhaut Nutzen geg. das Risiko e. Verschlimmerung der Magen-Darmerkrank. abwägen. Eine Hyposiderämie mit e. entzündl. Symptomatik spricht nicht auf e. Eisenbehandl. an. Soweit mögl. Behandl. m. Eisen m. e. Behandl. der Ursache kombinieren. Die Aspiration von Eisensulfat-Tabletten kann e. Nekrose der Bronchialschleimhaut verursachen, die zu Husten, Hämoptyse, Bronchostenose u./od. Lungeninfekt. führen kann (auch wenn die Aspiration einige Tage bis Mon. vor diesen Sympt. erfolgte). Ält. Pat. u. Pat. mit Schluckbeschwerden sollten nur nach sorgfält. Abwägung des Aspirationsrisikos mit Eisensulfat-Tbl. behandelt werden. Bei Pat., insbes. bei ält. Pat. u. Pat. mit Schluckbeschwerden, besteht ebenfalls das Risiko
von Speiseröhrenschäden (Ulzerationen der Speiseröhre) od. Rachenulzerationen. Aufgrund des Risikos von Mundulzera u. Zahnverfärbungen, dürfen die Tbl. nicht gelutscht, gekaut od. länger im Mund gelassen werden, sondern sind unzerkaut mit Wasser zu schlucken. Bei relevantem Folsäuremangelzustand Präparat mit höherer Folsäure-Dosis verwenden.

Dosierung

Erw. u. Kdr. > 10J.: Leichte Eisenmangelanämien u. latenter Eisenmangel mit Folsäuredefizit: 1x tgl. 1 Filmtbl. Schwere Eisenmangelanämien mit Folsäuredefizit: Je nach Körpergewicht 1-2 Filmtbl. tgl. morgens u. abends. Einn. von tgl. 1 Filmtbl. während 1-3 Mon. fortsetzen. Erfolgskontrolle ist erst 3 Mon. nach Therapiebeginn sinnvoll. Weitere Infos siehe Fachinfo, Stand: November 2018.

Autor: Redaktion Gelbe Liste Pharmindex

Stand: 14-tägig aktualisiert

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