Magnesium Verla® i.v. 50%, Infusionslösungskonzentrat

Hinweise

Packungsabbildung Magnesium Verla® i.v. 50%, Infusionslösungskonzentrat von Verla-Pharm Arzneimittel GmbH & Co KG

Hersteller

Verla-Pharm Arzneimittel GmbH & Co KG

Beipackzettel

PDFBeipackzettel Magnesium Verla® i.v. 50%, Infusionslösungskonzentrat

Wirkstoffe

Magnesiumsulfat heptahydrat

Weitere Bestandteile

Magnesium-Ion, Wasser für Injektionszwecke

Darreichungsform

Infusionslsg.

Packungen

  • Magnesium Verla® i.v. 50% Inf.lsg.konz. 5 Amp N1
  • Magnesium Verla® i.v. 50% Inf.lsg.konz. 50 Amp

Zusammensetzung

1 Amp. (10ml) enth.: Magnesiumsulfat-Heptahydrat 4930mg. Magnesiumgehalt: 486,1mg = 20mmol = 40mval. Weit. Bestandteile: Wasser f. Inj.-Zwecke.

Anwendung

Präeklampsie, Eklampsie, Frühgeburtsbestrebungen, schwerer Magnesiummangel (Normalwerte v. Magnesium im Serum 0,8-1,1mmol/l).

Gegenanzeigen

Vorsicht bei schweren Ausscheidungsstör. der Nieren, Dosis-Anpass. an den Grad der Ausscheidungsstör. nötig. Ausgeprägte Bradykardie, Myasthenia gravis, Infektstein (= Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphatstein)-Diathese, AV-Block (od. and. bradykarde kardiale Überleitungsstör.).

Anwendungsbeschränkung

Während der hochdos. parenteralen Magnesiumtherapie sollen folg. Überwachungs- u. Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden: Kontrolle der Herz-Kreislauf- u. Atemfunkt. (Atemfrequenz nicht unter 16/min), Prüfung der Auslösbarkeit der Patellarsehnenreflexe, Bestimmung der Urinausscheidung (nicht unter 25 ml/h), Bereithaltung von Amp. von Calciumgluconat, 10 %ig als Antidot, Gewährleistung intensivmed. Maßnahmen, wenn das Antidot allein nicht aussreicht.

Schwangerschaft

Keine Hinw. auf Fehlbildungsrisiko. Dokumentierte Erfahrungen b. Menschen mit Anw. in der Frühschwangersch. sind s. gering; daher nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung durch den beh. Arzt anw. Bei Gabe kurz vor der Geburt Neugeborenes während der ersten 24-48 Lebensstd. auf Anzeichen von Toxizität (neurol. Depression mit Atemdepression, Muskelschwäche, Reflexverlust) überwachen. Aminoglycosid-Antibiotika-Gabe wg. mögl. WW in diesem Zeitraum vermeiden. Bei Gabe zur Tokolyse über längere Zeit in hoher Dos. Störung der Skelettverknöcherung bei Neugeb. mögl. Bei Anw. in therapeut. Dos. bestehen jedoch keine Bedenken.

Nebenwirkungen

Wärmegefühl, Flush. Bei zu rascher parenteraler Gabe v. Magnesiumsulfat kann es vorübergehend, bes. bei vasolabilen Pat., zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Kribbeln, Schwitzen, Erregung, Unruhe sowie Schläfrigk. u. Verlangsamung v. Herz- u. Atemtätigk. kommen. Darüber hinaus Bradykardien, Überleitungsstör. u. periphere Gefäßerweiterung möglich.

Wechselwirkungen

Diuretika, Aminoglykosid-Antibiotika (wie Gentamycin, Tobramycin, Amphotericin B), Immunsuppresiva (wie Cyclosporin A), Zytostatika (wie Cisplatin), Digitalisglykoside, Muskelrelaxantien v. Cumarintyp. Barbiturate, Narkotika od. and. Hypnotika, Calciumsalze. Gleichzeitige Gabe von Magnesium und Calciumantagonisten nur unter Intensivbedingungen.

Hinweis

Grundsätzl. nicht mischen m. Calcium-, Phosphat-, Tetracyclin-haltigen od. alkohol. Lsg. (mögl. Ausfällg.).

Dosierung

Die Dos. ist abhängig v. der Indikation u. v. Magnesium-Serumspiegel. Bei Präeklampsie, Eklampsie: 4-6g Magnesiumsulfat (16-24 mmol Magnesium) i.v. in verdünnter Form mittels Perfusor od. Kurzinfusion über 15-20 Min. Erhaltungsdosis 1-2g Magnesiumsulfat/Std. (4-8mmol Magnesium/Std.) bis 24-48 Stunden post partum. Bei Frühgeburtsbestrebungen als Zusatztherapie z. Tokolyse m. Betamimetika: 4-8mmol Magnesium/Std. Bei schwerem Magnesium-Mangel: 20mmol Magnesium/Tag.

Autor: Redaktion Gelbe Liste Pharmindex

Stand: 14-tägig aktualisiert

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