IBU-LYSIN-ratiopharm® 293 mg Filmtabletten

Hinweise

Packungsabbildung IBU-LYSIN-ratiopharm® 293 mg Filmtabletten von ratiopharm GmbH

Hersteller

ratiopharm GmbH

Beipackzettel

PDFBeipackzettel IBU-LYSIN-ratiopharm® 293 mg Filmtabletten

Wirkstoffe

Ibuprofen DL-lysin

Weitere Bestandteile

Cellulose, mikrokristalline, Hypromellose, Croscarmellose natrium, Glycerol 85%, Magnesium stearat (pflanzlich), Macrogol 6000, Talkum, Siliciumdioxid, hochdisperses

Darreichungsform

Filmtbl.

Packungen

  • IBU-LYSIN-ratiopharm® 293 mg 10 Filmtabletten N1
  • IBU-LYSIN-ratiopharm® 293 mg 20 Filmtabletten

Zusammensetzung

Jede Filmtbl. enth. 500 mg Ibuprofen-DL-Lysin (1:1) (entspr. 292,6 mg Ibuprofen). Sonst. Bestandt.: Mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, Croscarmellose-Natrium, Glycerol 85 %, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Macrogol 6000, Talkum, Hochdisperses Siliciumdioxid.

Anwendung

Kurzzeit. symptomat. Behandl. von leichten bis mäßig starken Schmerzen, akuten Kopfschmerzen bei Migräne mit u. ohne Aura, Fieber.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gg. den Wirkstoff od. einen der sonst. Bestandt., bekannte Reaktionen von Bronchospasmus, Asthma, Rhinitis, Urtikaria od. Angioödem nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure od. and. nicht-steroidalen Entzündungshemmern in der Vergangenheit, ungeklärte Blutbildungsstör., bestehende od. in der Vergangenheit wiederholt aufgetretene peptische Ulcera od. Hämorraghien (mind. 2 unterschiedl. Episoden nachgewiesener Ulceration od. Blutung), gastrointestinale Blutungen od. Perforation in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR), zerebrovaskuläre od. and. aktive Blutungen, schwere Leber- od. Nierenfunktionsstör., schwere Herzinsuff. (NYHA-Klasse IV), schwerer Dehydratation (verursacht z. B. durch Erbrechen, Durchfall od. unzureich. Flüssigkeitsaufnahme), letztes Drittel der Schwangerschaft. Kdr. unter 40 Kg (12 J.).

Schwangerschaft

Währ. des 1. und 2. Drittel der Schwang. nur geben, wenn unbedingt notwendig Kontraind. im letztes Drittel der Schwangerschaft.

Stillzeit

Bei kurzfristiger Anwendung ist eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderl.

Nebenwirkungen

Peptische Ulcera, Perforationen od. Blutungen, manchmal tödl., Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Hämatemesis, Bluthochdruck. Geringfügig erhöhtes Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse (z. B. Myokardinfarkt od. Schlaganfall). Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis), aseptischen Meningitis mit Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber od. Bewusstseinstrübung, Autoimmunerkrankungen (SLE, mixed connective tissue disease), Stör. der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose). Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächl. Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten u. Hautblutungen. Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen u. Hautjucken sowie Asthmaanfällen (ggf. mit Blutdruckabfall). Schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen. Sie können sich äußern als: Gesichtsödem, Zungenschwell., innere Kehlkopfschwell. mit Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis hin zum lebensbedrohl. Schock. Psychotische Reaktionen, Depression. Zentralnervöse Stör. wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit od. Müdigkeit. Sehstör. Tinnitus, Hörstör., Palpitationen, Ödeme, Herzinsuff. Herzinfarkt. Arterielle Hypertonie, Gastrointestinale Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Diarrhoe, Verstopfung, und geringfügige Magen-Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Anämie verursachen können, gastrointestinale Ulzera, u. U. mit Blutung und Durchbruch, ulzerative Stomatitis, Verstärkung einer Colitis und eines Morbus Crohn, Gastritis, Ösophagitis, Pankreatitis, intestinale, diaphragmaartige Strikturen. Leberfunktionsstör., Leberschäden, insb. bei der Langzeittherapie, Leberversagen, akute Hepatitis. Bullöse Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom u. toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), Alopezie. In Ausnahmefällen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen u. Weichteilkomplikationen währ. einer Varizelleninfektion kommen. Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie u. system. Symptomen (DRESS), akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), Lichtempfindlichkeitsreaktionen. Ausbildung von Ödemen, insbes. bei Pat. mit arterieller Hypertonie od. Niereninsuff.; nephrotisches Syndrom; interstitielle Nephritis, die mit einer akuten Niereninsuff. einhergehen kann, Papillennekrosen, erhöhte Harnsäurekonz. im Blut. Verkehrshinweis!

Wechselwirkungen

And. NSAR einschl. Salicylate, Acetylsalicylsäure, Digoxin, Phenytoin, Lithium, Diuretika, Antihypertonika, ACE-Hemmer, Beta-Rezeptorenblocker, Angiotensin-II-Antagonisten, Glukokortikoide, Thombozyten-Aggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure und SSRI, Methotrexat, Ciclosporin, Antikoagulanzien, Sulfonylharnstoffe, Tacrolimus, Zidovudin, Probenecid, Sulfinpyrazon. Chinolon-Antibiotika, CYP2C9-Inhibitoren, wie Voriconazol u. Fluconazol, Ginkgo biloba.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

AM enth. weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtbl., d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Dosierung

Ibuprofen wird bei Kdrn u. Jugendl. in Abhängigkeit von KG bzw. Alter dosiert, in der Regel mit 7 bis 10 mg/kg KG als ED, bis max. 30 mg/kg KG als Tagesgesamtdosis. Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik u. der max. Tagesgesamtdosis. Es sollte 6 h nicht unterschreiten. > 40 kg (Jugendl. ab 12 J. u. Erw.): ED beträgt ca. 300 mg Ibuprofen. Tagesgesamtdosis sollte ca. 1200 mg Ibuprofen nicht überschreiten. Stand: Januar 2021

Autor: Redaktion Gelbe Liste Pharmindex

Stand: 14-tägig aktualisiert

Quelle:
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