Calcilac® Brausetablette 1000 mg/880 I.E.

Hinweise

Packungsabbildung Calcilac® Brausetablette 1000 mg/880 I.E. von mibe GmbH

Hersteller

mibe GmbH

Beipackzettel

PDFBeipackzettel Calcilac® Brausetablette 1000 mg/880 I.E.

Wirkstoffe

Calciumcarbonat, Calcium-Ion, Colecalciferol

Weitere Bestandteile

Citronensäure, Lactose monohydrat, Natriumhydrogencarbonat, Macrogol 6000, Natrium cyclamat, Povidon K 25, Saccharin natrium, Apfelsinen-Aroma, Acetaldehyd, Dodecan-1-ol, Ethylbutyrat, Linalool, Maltodextrin, Aromastoffe, Gelatine, Sucrose, Simeticon, Maisstärke, Hydriertes Sojaöl, Methylcellulose, all-rac-α-Tocopherol

Darreichungsform

Brausetbl.

Packungen

  • Calcilac® Brausetablette 1000 mg/880 I.E. 20 Brausetabletten N1
  • Calcilac® Brausetablette 1000 mg/880 I.E. 40 Brausetabletten
  • Calcilac® Brausetablette 1000 mg/880 I.E. 100 Brausetabletten

Zusammensetzung

Eine Brausetablette enthält 1.000 mg Calcium (als Calciumcarbonat) und 22 Mikrogramm Colecalciferol (Vitamin D3, entsprechend 880 I.E., als Colecalciferol-Trockenkonzentrat). Sonstige Bestandteile: Citronensäure, Lactose-Monohydrat, Natriumhydrogencarbonat, Macrogol 6000, Natriumcyclamat, Povidon K25, Saccharin-Natrium, Orangensaft-Aroma (Acetaldehyd, Dodecan-1-ol, Ethylbutyrat, Linalool, Maltodextrin, Aromastoffe), Gelatine, Saccharose, Simeticon, Maisstärke, partiell hydriertes Sojaöl, Methylcellulose, All-rac-α-Tocopherol.

Anwendung

Prävention und Behandlung von Vitamin-D- und Calcium-Mangelzuständen bei älteren Menschen. Calcium- und Vitamin-D-Ergänzung zur Unterstützung einer spezifischen Osteoporosetherapie für Patienten, bei denen das Risiko eines Vitamin-D- und Calciummangels besteht.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, Soja, Erdnuss oder einen der sonstigen Bestandteile. Krankheiten und/oder Umstände, die zu Hyperkalzämie und/oder Hyperkalzurie führen, Schwere Niereninsuffizienz, Nierensteinleiden, Hypervitaminose D.

Schwangerschaft

Sollte wegen der hohen Dosierung an Vitamin D nicht angewendet werden. Tägliche Einnahme von 1.500 mg Calcium und 600 I.E. Vitamin D nicht übersteigen. Tierstudien haben Reproduktionstoxizität für hochdosiertes Vitamin D ergeben. Eine Überdosierung muss vermieden werden, da eine anhaltende Hyperkalzämie mit schädlichen Wirkungen auf den sich entwickelnden Fötus in Verbindung gebracht wurde. Es liegen Einzelfallbescheibungen vor, die belegen, dass trotz hoch dosierter Gabe von Vitamin D zur Therapie eines Hypoparathyreoidismus der Mutter, gesunde Kinder geboren wurden.

Stillzeit

Sollte wegen der hohen Dosierung an Vitamin D während der Stillzeit nicht angewendet werden. Calcium und Vitamin D3 gehen in die Muttermilch über.

Nebenwirkungen

Gelegentlich: Hyperkalzämie, Hyperkalzurie.
Selten: Obstipation, Dyspepsie, Flatulenz, Übelkeit, Bauchschmerzen, Diarrhö.
Sehr selten: Partiell hydriertes Sojaöl kann allergische Reaktionen hervorrufen, Milch-Alkali-Syndrom (üblicherweise nur bei Überdosierung), Pruritus, Hautausschlag und Urtikaria.
Nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Angioödem oder Larynxödem.

Wechselwirkungen

Thiaziddiuretika verringern die Calciumausscheidung im Urin (Serum-Calciumspiegel wegen der erhöhten Gefahr einer Hyperkalzämie regelmäßig kontrollieren). Calciumcarbonat kann die Resorption zeitgleich eingenommener Tetracyclinpräparate behindern (mindestens zwei Stunden vor oder vier bis sechs Stunden nach oraler Calciumeinnahme verabreichen). Hyperkalzämie kann die Toxizität von Herzglykosiden während der Behandlung mit Calcium und Vitamin D erhöhen (ärztliche Kontrolle einschließlich EKG und Bestimmung des Serumcalciumspiegels erforderlich). Bei gleichzeitiger Anwendung von Bisphosphonaten oder Natriumfluorid, mindestens drei Stunden vor Calcilac Brausetabletten einnehmen, sonst kann die Resorption im Magen-Darm-Trakt verringert sein. Die Wirksamkeit von Levothyroxin kann durch gleichzeitige Anwendung von Calcium aufgrund einer verminderten Resorption von Levothyroxin beeinträchtigt sein, im Abstand von mindestens vier Stunden verabreichen. Die Resorption von Chinolon-Antibiotika kann bei zeitgleicher Einnahme von Calcium beeinträchtigt sein, zwei Stunden vor oder sechs Stunden nach der Einnahme von Calcium verabreichen. Systemische Corticosteroide verringern die Calciumaufnahme, es kann notwendig sein, die Dosis von Calcilac Brausetabletten zu erhöhen. Gleichzeitige Behandlung mit Ionenaustauscherharzen wie Cholestyramin, Laxativa wie Paraffinöl oder Orlistat kann die Resorption von Vitamin D im Magen-Darm-Trakt vermindern. Rifampicin, Phenytoin oder Barbiturate können die Wirkung von Vitamin D3 abschwächen, da sie dessen Metabolisierungsrate erhöhen. Calciumsalze können die Resorption von Eisen, Zink oder Strontium beeinträchtigen (im Abstand von zwei Stunden von einem Calciumpräparat einnehmen). Oxalsäure (z. B. in Spinat, Sauerampfer und Rhabarber) und Phytinsäure (in Vollkornprodukten) können die Calciumaufnahme durch Bildung unlöslicher Verbindungen mit Calciumionen hemmen (innerhalb von zwei Stunden vor oder nach dem Essen von Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt an Oxal- oder Phytinsäure keine Calciumpräparate einnehmen). Zusätzliche Dosen Calcium und Vitamin D können zu einer signifikanten Erhöhung des Calciumspiegels im Blut führen und schädliche Nebenwirkungen hervorrufen (nur unter strenger ärztlicher Aufsicht zusammen mit Calcilac Brausetabletten einnehmen).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Während einer Langzeitbehandlung Serum-Calciumspiegel kontrollieren und Nierenfunktion anhand der Bestimmung des Serum-Kreatinins überwachen, besonders wichtig: Überwachung bei älteren Patienten, die gleichzeitig mit Herzglykosiden oder Diuretika behandelt werden, und Patienten mit starker Neigung zur Steinbildung. Bei Hyperkalzämie oder Anzeichen einer beeinträchtigten Nierenfunktion, Dosis verringern oder Behandlung abbrechen. Vorsicht bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung (Kontrolle des Calcium- und Phosphatspiegels, Risiko einer Weichteilverkalkung berücksichtigen). Bei schwerer Niereninsuffizienz wird Vitamin D in Form von Colecalciferol nicht normal metabolisiert, deshalb andere Formen von Vitamin D geben. Vorsicht bei Patienten mit Sarkoidose aufgrund des Risikos einer gesteigerten Metabolisierung von Vitamin D (Calciumgehalt im Serum und Urin überwachen). Vorsicht bei immobilisierten Patienten mit Osteoporose (erhöhte Gefahr einer Hyperkalzämie). Gehalt an Vitamin D (880 I.E.) bei der Verordnung weiterer Vitamin-D-haltiger Arzneimittel berücksichtigen. Calcium- und Alkali-Aufnahme aus anderen Quellen (Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und andere Arzneimittel) berücksichtigen. Hohe Dosen Calcium oder Vitamin D dürfen nur unter strenger ärztlicher Überwachung eingenommen werden (häufige Kontrollen des Serum-Calciumspiegels und der Calciumausscheidung im Urin erforderlich). Wenn hohe Calcium-Dosen gleichzeitig mit resorbierbaren alkalischen Substanzen (wie Carbonaten) eingenommen werden, kann das zu einem Milch-Alkali-Syndrom (Burnett-Syndrom) führen, d.h. Hyperkalzämie, metabolische Alkalose, Niereninsuffizienz und Weichteilverkalkung.
Enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose- Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen. Enthält 96,23 mg Natrium pro Brausetablette, entsprechend 4,8 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g. Enthält Saccharose. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen. Calcilac Brausetabletten können schädlich für die Zähne sein (Karies).

Dosierung

Einmal täglich jeweils eine Brausetablette.
Weitere Infos siehe Fachinfo, Stand 05/2021.

Autor: Redaktion Gelbe Liste Pharmindex

Stand: 14-tägig aktualisiert

Quelle:
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