Zahnungsbeschwerden

Wenn die ersten Zähne wachsen, haben Eltern und Baby fast immer eine harte Zeit. Zahnungsbeschwerden umfassen nicht nur Schmerzen in der Mundregion, sondern führen zu einer gerellen Reizbarkeit und Unausgeglichenheit der Babys. Lesen Sie mehr über die Symptome, Ursachen, Therapie und Vorbeugung von Zahnungsbeschwerden.

Definition

Zahnungsbeschwerden

Zahnungsbeschwerden treten in der Regel im Alter von ca. 6 Monaten auf, wenn sich beim Säugling die ersten Milchzähne zeigen. Zuerst wachsen die unteren und oberen Schneidezähne. Bis zum Alter von ca. 3 Jahren sind alle Milchzähne durchgebrochen.

Symptome

Während des Zahnens können folgende Beschwerden auftreten:

  • Schmerzen
  • Schwellung und Rötung des Zahnfleisches
  • verstärktes Speicheln
  • leichtes Fieber
  • Reizbarkeit, Unausgeglichenheit
  • weicher, "aggressiver" Stuhl, der leicht zu Hautreizungen führt.

Behandlung

Ein Beißring oder Eisbeißer kann die Beschwerden lindern. Das Kauen von harten Nahrungsmitteln wie Brotrinde oder Brezeln erfüllt den gleichen Zweck. Auch die Massage des geschwollenen Zahnfleisches mit dem Finger wird als lindernd empfunden.

Lösungen oder Gele mit oberflächlichen Betäubungssubstanzen (z.B. Lidocain) lindern die Schmerzen. Außerdem enthalten diese oft zusätzlich entzündungshemmende und desinfizierende Zusätze (z.B. Kamille und Hexetidin).

In Ausnahmefällen kann ein schmerzstillendes Zäpfchen (Paracetamol) in niedriger Dosierung gegeben werden. Außerdem gibt es homöopathische Kügelchen zum Einnehmen gegen Zahnungsbeschwerden. Zur Vorbeugung von Hautreizungen durch weichen Stuhl rasch nach dem Stuhlgang die Windel wechseln und eine Hautschutzcreme auftragen.

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Autor: Christiane von der Eltz, Apothekerin, Dr. Regina Schick, Ärztin

Stand: 05.02.2018

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