Syndesmosebandriss

Was ist eine Syndesmose? Sportler kennen den Syndesmosebandriss als Verletzung des Sprunggelenks. Jedoch gibt es Syndesmosen auch am Unterarm sowie im Bereich von Wirbelbögen. Mehr über Symptome, Ursachen und Behandlung von Syndesmosebandriss.

Synonyme

Syndesmosebandruptur, Syndesmoseruptur, Syndesmosetrauma

Definition

Bewegung

Fußballfans kennen den Begriff Syndesmosebandriss in aller Regel, weil diese Verletzung des Sprunggelenks bei Fußballern besonders häufig ist. Gerade im Sportjournalismus werden die Begriffe Syndesmose, Syndesmoseband und Syndesmosebandriss zuweilen als Synonyme verwendet. Ganz richtig ist das nicht.

Syndesmose und Syndesmoseband meinen dasselbe: Die Syndesmose ist eine besondere Art von unechtem Gelenk, das im Wesentlichen aus einem ausgeklügelten Bänderapparat besteht. Der Begriff leitet sich von den griechischen Wörtern für zusammen (Dyn) und Band (Demos) ab. Er steht für die sogenannte Bandhaft, bei der zwei Knochen durch straffe, elastische oder kollagene Bindegewebsfasern verbunden werden.

Syndesmosen bzw. bindegewebige Knochenverbindungen gibt es auch zwischen Speiche und Elle im Unterarm sowie im Bereich von Wirbelbögen. Am bekanntesten aber ist die Syndesmose im oberen Sprunggelenk zwischen Schien- und Wadenbein. Sie ist das komplizierteste Beispiel für eine Bandhaft. Und Verletzungen der Syndesmose wie ein Syndesmosebandriss zählen zu den großen Herausforderungen für Unfallchirurgen und Orthopäden.

Symptome

Ein Syndesmosebandriss macht sich vor allem durch starke Schmerzen im Bereich oberhalb des Sprunggelenks bemerkbar. In der Regel schwillt der Knöchel schnell an und ein Bluterguss entsteht. Zudem ist der betroffene Fuß nicht mehr belastbar.

Ursachen

Syndesmosebandrisse entstehen durch Verletzungen. Typisch sind abrupte Drehbewegungen mit hohen Beschleunigungen oder Umknickbewegungen mit Rotationsanteil. Dabei wirken große Kräfte auf die Sprunggelenkgabel, die Sprung- und Schienbein verbindet. Die Bänder können diesem Druck mitunter nicht standhalten und reißen ein oder ab. Je nach Art der Syndesmoseruptur ist der Heilungsprozess mehr oder weniger langwierig.

Behandlung

In der nicht-operativen (konservativen) Behandlung von Syndesmosebandrissen setzt man vor allem auf die Selbstheilungskräfte des Körpers. Das betroffene Bein und der betroffene Fuß werden ruhig gestellt und komplett oder teilweise entlastet. Je nach Art der Verletzung wird der Fuß im rechten Winkel oder leichter Spitzfußstellung fixiert.

Sportler, insbesondere Leistungssportler, streben eine schnellere Heilung an. Zudem sind ihre Verletzungen meist schwerer als bei anderen Menschen. Daher werden Syndesmosebandrisse im Bereich des Sprunggelenks sehr oft operiert. Eine Operation ist insbesondere dann zu empfehlen, wenn gleichzeitig das vordere und hintere Syndesmoseband verletzt sind. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden, die nach individueller Diagnose und nach Art der Syndesmosebandverletzung angewendet werden.

Autor: Charly Kahle

Stand: 25.01.2018

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