Blutvergiftung (Sepsis)

Sepsis ist der Fachausdruck für eine Blutvergiftung. Sepsis muss schnell behandelt werden, damit sie nicht tödlich endet. Mehr über Anzeichen, Symptome und Behandlung einer Blutvergiftung.

Synonyme

Blutvergiftung

Definition

Arzt misst Fieber

Sepsis ist der Fachausdruck für eine Blutvergiftung. Ohne schnelle Notfall-Therapie verlaufen Blutvergiftungen fast immer tödlich. Daher sollte beim geringsten Verdacht auf Sepsis umgehend ein Notarzt gerufen werden.

Sepsis ist ein sehr gefährlicher, mitunter lebensbedrohlicher Zustand. Im Verlauf einer Blutvergiftung versagen immer mehr lebenswichtige Organe. Ein solches Multiorganversagen endet ohne Behandlung oft tödlich. Selbst bei maximaler Intensivmedizin überleben etwa 30 Prozent der Erkrankten die Sepsis nicht. Nach Angaben des Kompetenznetzes Sepsis sterben in Deutschland pro Tag 154 Menschen an einer Sepsis. Ein frühzeitiger Behandlungsbeginn auf einer Intensivstation kann die Prognose entscheidend verbessern.

Mediziner unterscheiden vier Schweregrade der Sepsis:

  • Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS)
  • Sepsis (SIRS mit nachgewiesener Infektion)
  • schwere Sepsis
  • septischer Schock

Symptome

Bei Sepsis ist stets die Funktionsfähigkeit von mehreren Organen lebensbedrohlich beeinträchtigt. Darum sind die Symptome auch vielfältig. Zunächst einmal aber weisen folgende Beschwerden auf eine Sepsis hin:

  • Anstieg oder Abfall der Körpertemperatur (Fieber über 38 Grad Celsius oder niedrige Körpertemperatur unter 36 Grad Celsius)
  • Herzrasen
  • erhöhte Atemfrequenz
  • abfallender Blutdruck
  • Unruhe, Desorientiertheit
  • Bewusstseinsstörungen
  • erhöhte Schläfrigkeit
  • Einblutungen in Haut und Schleimhaut
  • fehlende Harnproduktion.

Ursachen

Mediziner verstehen Sepsis als eine meist sehr schnell ablaufende Entzündung, die durch Bakterien und Bakteriengifte, Pilze, Parasiten oder Viren verursacht wird.

Behandlung

Beim geringsten Verdacht auf Sepsis sollte umgehend der Notarzt alarmiert werden. Denn: Je früher mit der Behandlung begonnen wird, umso größer sind die Heilungsaussichten.

Rote Streifen auf der Haut deuten nicht auf Blutvergiftung

Viele Menschen haben bei dem Gedanken an eine Blutvergiftung seit Kindheitstagen ein klares Bild vor Augen. Einen feinen roten Streifen, der sich von einer Wunde aus erstreckt und dabei oft dem Verlauf eines Blutgefäßes folgt. Und die Angst wird groß, wenn der Streifen sich zum Herzen hin ausbreitet. Die Angst ist unbegründet: Der rote Streifen ist kein Hinweis auf eine Blutvergiftung. Vielmehr hat sich dort eine Lymphbahn entzündet. Richtig ist, dass diese Entzündung ärztlich untersucht werden sollte. Das kann der Hausarzt in aller Ruhe tun. Der Rettungsdienst muss nicht alarmiert werden.

Autor: Charly Kahle

Stand: 15.11.2106

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