Sehnenriss

Bei einem Sehnenriss reißt die Sehne, die Verbindung zwischen Muskel und Knochen oder Gelenken, teilweise ein oder ganz. Mehr über Symptome, Ursachen und Behandlung.

Synonyme

Sehnenruptur

Definition

Frau mit Schulterschmerzen

Sehnenrisse werden in der Medizin als Sehnenrupturen bezeichnet. Sehnen verbinden die Muskulatur mit Knochen oder Gelenken. Sie sind für Bewegungen unerlässlich. Die stärkste Sehne des menschlichen Körpers ist die Achillessehne. Sie hält Zugkräften von bis zu einer Tonne stand. Gleichzeitig ist der Achillessehnenriss eine der häufigsten Formen des Sehnenrisses. Überdurchschnittlich oft sind Sehnenrisse außerdem an der

  • Kniescheibe (Patellasehne)
  • Quadrizeps-Sehne (verbindet das Knie mit dem Oberschenkelstrecker)
  • Bizepssehne (Armbeugermuskel-Sehne im Bereich von Schulter, Oberarm und Ellenbogen)
  • Schulter: Risse in den Sehnen der sogenannten Rotatorenmanschette, die dem Schultergelenk die Beweglichkeit sichert.

Sehnen bestehen vor allem aus zahlreichen nebeneinanderliegenden und fest verschweißten bindegewebigen Strukturen (kollagenen Fasern), die von einer Sehnenhaut umgeben sind. Dieser Aufbau macht Sehnen besonders stabil. Er hat allerdings auch den Nachteil, dass Sehnen nur sehr langsam wachsen und daher nach Verletzungen auch nur langsam heilen.

Symptome

Sehnenrisse führen immer zu einem Funktionsverlust der betroffenen Strukturen. Bei einem Riss der Patellasehne beispielsweise ist die Stabilität des Knies nicht mehr gegeben. Bei einem Achillessehnenriss ist normales Laufen unmöglich und Sehnenverletzungen der Hand oder Schulter schränken die Beweglichkeit mitunter sehr stark ein.

Ursachen

Häufigste Ursache von Sehnenrissen sind Sportverletzungen. Überdurchschnittlich oft betroffen sind Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren.

Behandlung

Die Behandlung von Sehnerissen zielt darauf, Muskel, Sehne und Knochen wieder funktional miteinander zu verbinden. Je nach Art des Sehnenrisses und Schwere der Symptome kommt eine Vielzahl von konservativen und operativen Methoden infrage.

Wenn die Umstände es erlauben, lässt man der Sehne Zeit, von selbst wieder zusammen zu wachsen. Begleitet wird diese konservative Therapie ggfs. durch schmerz- und entzündungslindernde Medikamente sowie Ruhigstellung (Gips, Orthesen) und anschließenden Bewegungsübungen (Physiotherapie/Krankengymnastik).

Wenn eine konservative Behandlung nicht möglich oder nicht aussichtsreich ist, lassen sich gerissene Sehnen auf unterschiedlichste Art und Weise wieder zusammennähen bzw. befestigen. Mitunter werden Sehnen auch transplantiert. Dabei können die Sehnen aus dem eigenen Körper stammen, von Spendern oder aus synthetischen Materialien bestehen.

Autor: Charly Kahle

Stand: 03.05.2018

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Schulterschmerzen - Gelenkschmerzen

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