Leberversagen (Leberinsuffizienz)

Wenn die Leber ihre Funktion verliert, spricht man von Leberversagen. Mehr über Symptome, Warnzeichen und Behandlung von Leberinsuffizienz.

Synonyme

Leberinsuffizienz

Definition

Gelbfärbung des Auges

Mediziner bezeichnen Leberversagen als Leberinsuffizienz. Ein akutes schnell einsetzendes Leberversagen ist vergleichsweise selten. Meistens schreitet der Funktionsverlust der Leber langsam voran. Die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan unseres Körpers. Daher besteht schon lange vor dem endgültigen Leberversagen Lebensgefahr. Ohne rechtzeitige Therapie führt der Funktionslust ins hepatische Koma und zum Tod.

Symptome

Ein erstes ernstes Warnzeichen für den Funktionsverlust der Leber sind Gelbfärbungen von Augen, Haut und Schleimhäuten, die im Volksmund als Gelbsucht bezeichnet werden. Mediziner sprechen von Ikterus. Konzentrationsstörungen, ausgeprägte Müdigkeit oder Blutgerinnungsstörungen (erkennbar an Einblutungen unter die Haut) sind Warnzeichen für eine fortgeschrittene Leberschwäche, die dringend behandelt werden muss. Das gilt auch bei übel nach roher Leber riechendem Atem (Foetor hepaticus), starken Blutdruckabfällen und ausgeprägten Atemproblemen.

Ursachen

Häufigste Ursachen von Leberinsuffizienz sind Alkoholmissbrauch und Leberentzündungen (Hepatitiden). Insbesondere Infektionen mit den Hepatitisviren B, C und D gehen ohne rechtzeitige Behandlung mit einem langsam fortschreitenden Funktionsverlust der Leber einher. Auch Medikamente können Leberinsuffizienz verursachen. Zu den besonders leberschädlichen Wirkstoffen gehört das frei verkäufliche Schmerzmittel Paracetamol. Eine andere Ursache von schnell einsetzender Leberinsuffizienz sind Vergiftungen mit den Toxinen des Knollenblätterpilzes.

Behandlung

Die Behandlung eines drohenden Leberversagens konzentriert sich darauf, einerseits die Funktion der Leber durch medikamentöse oder intensivmedizinische Maßnahmen (Leberdialyse) zu stützen. Andererseits gilt es, die auslösenden Krankheiten oder Umstände zu bekämpfen. Nicht selten bleibt als letzte Option nur eine Lebertransplantation. Allerdings ist die Zahl der Leberspenden sehr gering und die Chance auf ein passendes Transplantat in aller Regel sehr klein.

Autor: Charly Kahle

Stand: 09.01.2018

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