Besenreiser

Vor allem Frauen ärgern sich über Besenreiser. Besenreiser sind direkt unter der Haut verlaufende, sichtbare Venen. Lesen Sie mehr über die Symptome, Ursachen, Therapie und Vorbeugung von Besenreisern.

Definition

Besenreiser an den Füßen

Vor allem Frauen ärgern sich über Besenreiser. Besenreiser sind direkt unter der Haut verlaufende, sichtbare Venen. Die feinen rötlichen Schlangenlinien oder Geflechte an den Beinen stören, wenn Frau Röcke tragen möchte. In der Regel sind Besenreiser harmlos und damit vor allem ein kosmetisches Problem. Sie verursachen keine Beschwerden. Besenreiser sind aber auch ein Hinweis auf beginnende Venenschwäche, die mit schweren Beinen, Krampfadern oder Venenentzündungen fortschreiten kann.

Besenreiser sind kein zwingender Grund für Arztbesuch

Solange sie nicht von Krampfadern, schweren und geschwollenen Beinen oder Schmerzen in den Beinen begleitet sind, ist ein Arztbesuch nicht notwendig. In der Behandlung von Besenreisern wird vor allem die Technik der Verödung eingesetzt. Dazu spritzt der Hautarzt ein Medikament in die betroffenen Venen oder behandelt sie mit einem speziellen Laser.

Symptome

Besenreiser sehen nicht schön aus. Da sie zudem vor allem an den Unterschenkelinnenseiten, Fußknöcheln, Knie und an den Oberschenkeln auftreten, werden sie vor allem von Frauen, die Bein zeigen möchten, als mitunter schweres kosmetisches Problem wahrgenommen. Besenreiser zeigen sich als feine dunkelblaue Striche und rötliche Flecke oder zeichnen sich bläulich-rot netzartig auf der Haut ab. Normalerweise verursachen sie keine weiteren Symptome. Allerdings können Besenreiser selbst Symptom oder Hinweis auf eine Venenerkrankung in einem frühen Stadium sein. Sie sind Vorläufer von Krampfadern. Krampfadern wiederum sind ein Risikofaktor für Venenentzündungen, die einen ernsthaften Verlauf mit Thrombosen und Schlaganfall nehmen können.

Ursachen

Das Bindegewebe und die Muskulatur um die Beinvenen herum haben eine wesentliche Bedeutung für die gesunde Funktion der Venen (mehr darüber lesen Sie unter Krampfadern). Häufigste Ursache von Besenreisern ist eine Bindegewebsschwäche. Sie entstehen, wenn sich das Blut in feinsten Venen von weniger als einem Millimeter Durchmesser staut, die nah unter der Haut liegen. Neben der erblichen Veranlagung haben auch Hormone eine starke Wirkung auf das Bindegewebe. Östrogen, zum Beispiel, lässt Venenwände erschlaffen. Das erklärt, warum Besenreiser bei Frauen in der Schwangerschaft und vor der Menstruation vermehrt entstehen. Auch Übergewicht und Bewegungsmangel (auch durch längere Auto-, Bus- oder Flugreisen) begünstigen einen vorzeitigen Abbau der gesunden Venenfunktion.

Vorbeugung

Wer sich gesund und abwechslungsreich ernährt, viel bewegt und Genussmittel wie Alkohol nur mäßig konsumiert, verringert das Risiko vorzeitiger Funktionsverluste in den Blutgefäßen und damit auch die Wahrscheinlichkeit von Besenreisern. Um insbesondere die Beinvenen gezielt zu unterstützen und zu stärken, sind Fußgymnastik, Bürstenmassagen und Ausdauer-Sportarten geeignet, die die Beine trainieren. Ob Sie nun laufen, walken, schwimmen oder Radfahren: Zeigen Sie keinen falschen Ehrgeiz. Gesund trainieren Sie, wenn Sie sich während der Ausübung ohne Atemprobleme unterhalten können. Einige Physiotherapeuten oder Gesundheitszentren bieten auch spezielle Venengymnastik an. Eine vorbeugende Verwendung von Kompressionsstrümpfen (Stützstrümpfen) sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen. Die Strümpfe entfalten nur dann Wirkung, wenn sie gut angepasst sind und ausreichend starken Halt bieten.

Weitere Tipps zur Vorbeugung von Besenreisern sind: 

  • Legen Sie Ihre Beine so oft wie möglich hoch. Achten Sie darauf, dass auch nachts die Beine etwas höher liegen als der Kopf.
  • Tragen Sie lieber flache Schuhe als hochhackige Pumps und Sandalen. Beim Tragen von Hackenschuhen, gönnen Sie Ihren Füßen öfter mal eine Barfuß-Pause.
  • Verbessern Sie die Beindurchblutung, indem Sie Ihre Beine beim morgendlichen Duschen von unten nach oben mit kaltem Wasser duschen.
  • Auch Trinken hilft: Jede Stunde ein Glas Wasser hält das Blut flüssiger.
  • Essen Sie regalmäßig Fisch. Omega-3-Fettsäuren halten die Veneninnenwände elastisch.
  • Würzen Sie mit Pepp. Chili und Co steigern die Durchblutung.
  • Aufgüsse, Cremes oder Umschläge sowie Kapseln mit rotem Weinlaub- oder Rosskastanienextrakt haben eine venenkräftigende und durchblutungsfördernde Wirkung.

Autor: Charly Kahle

Stand: 19.04.2018

  • Auf Whatsapp teilenTeilen
  • Auf Facebook teilen Teilen
  • Auf Twitter teilenTeilen
  • MerkenMerken
  • DruckenDrucken
  • SendenSenden
Anzeige