Spinning

Spinning oder auch Indoor Cycling gehören zu den beliebtesten Angeboten von Fitness-Studios.

Spinning Klasse

Abwechslungsreich, anstrengend und mitreißend, das sind drei Begriffe, die vielen Spinning-Teilnehmern in den Sinn kommen, wenn sie dieses Fitness-Training beschreiben sollen. Das rasante Workout treibt die Teilnehmer mit seinem Gruppencharakter zu Höchstleistungen an und ist darüber hinaus für viele Zielsetzungen im Ausdauerbereich von intensivem Konditionsaufbau bis zur gezielten Gewichtsreduzierung geeignet.

Spinning ist eine populäre Form von Indoor-Cycling. Bei diesem Fitness-Konzept wurde das Radfahren nach Innen verlegt und in ein gruppenorientiertes Training integriert. Zu mitreißender Musik und den Anweisungen eines Trainers, der die Fahrer motiviert und den „Streckenverlauf“ vorgibt, wird gemeinsam auf so genannten Spi-Bikes trainiert. In welchem Schwierigkeitsbereich einzelne Leistungen erreicht werden, entscheidet der Fahrer dabei allerdings selbst, da er den Fahrwiderstand individuell und einfach einstellen kann. So können problemlos Ausdauer-Enthusiasten und Anfänger zusammen in einem Kurs fahren.

Das Geheimnis dieses Ausdauersports ist die Gruppendynamik. Der Fahrer kann sich dabei von der Gruppe mitreißen lassen und so seine eigene Leistung steigern. Trotz allem ist das Training aber nicht Wettkampf orientiert und es werden auf dem Spin-Bike auch keine Trainingswerte, wie Geschwindigkeit oder Widerstand angezeigt anhand derer die Fahrer verglichen werden könnten.

Eine Spinning-Einheit ist vergleichbar mit einer Berg und Talfahrt auf dem Rennrad. Die Tour beginnt zum Warm-Up langsam und leicht im „flachen“. Nach dieser Aufwärmphase kommen die ersten „Steigungen“, dabei wird der Widerstand erhöht und die Trittfrequenz zurückgenommen. Die Abfahrten ins „Tal“ werden dagegen mit einer hohen Trittfrequenz und niedrigem Widerstand simuliert. Die Schwierigkeit der Steigungen kann jeder Teilnehmer dabei individuell an seinem Rad einstellen. Am Ende der Fahrt steht dann noch ein langsames Ausfahren bei niedriger Intensität, gefolgt von einem Stretching. Wie das Training im Detail abläuft ist abhängig vom Instructor und seiner Ausbildung auf diesem Gebiet. Oft wird beispielsweise die Musik auf die jeweiligen Streckenabschnitte abgestimmt, so dass der Takt die Fahrer noch zusätzlich unterstützt. Spinning bietet dem Trainer viele Gestaltungsmöglichkeiten, mit denen er gegen aufkommende Monotonie vorgehen kann.

Was ist für den Einsteiger vor seinem ersten Training wichtig?

Zuerst einmal muss der Spinning-Anfänger sein Sportgerät kennen und wissen wie er es richtig einstellt. Dabei hilft in der Regel der Fitnesstrainer, manche Studios bieten auch Einsteiger-Kurse an, in denen die Anfänger an die Technik herangeführt werden. Besonders wichtig ist, sich nicht zu Überlasten, da dadurch nicht nur der Spaß schnell verloren geht, sondern auch der Trainingseffekt. Die Gruppendynamik im Spinning reißt den Fahrer leicht mit und spornt ihn zu Höchstleistungen an, damit diese im nützlichen Rahmen bleibt, sollte das Training mit einer Pulsuhr überwacht werden. Mit Hilfe seines Pulswertes kann der Fahrer zudem genau sehen, wie viel er sich noch zumuten sollte und wann sein Körper eine Erholungsphase braucht. Denn nur wer im richtigen Pulsbereich trainiert, erreicht schnell seine gewünschten Ziele.
 

Studien belegen sehr hohe Intensitäten bei geringem Belastungsempfinden

Eine Studie des Instituts für Sportmedizin der Universität Münster mit einer Gruppe unerfahrener Teilnehmer beim Indoor Cycling hat nun gezeigt, dass beim Indoor Cycling häufig zu intensiv trainiert wird. Sowohl die Herzfrequenz als auch die Laktatkonzentration deuteten auf Belastungen im anaeroben Bereich hin – und nicht wie gewünscht auf den aeroben Grundlagenbereich. Im Gegensatz dazu wurde die Belastung von den Teilnehmern selbst jedoch nur als mäßig empfunden. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Studie der Universität des Saarlandes. Hier wurden Freizeitsportler mit sehr guten Ausdauerfähigkeiten untersucht. Sie trainierten beim Indoor Cycling nahe der Belastungsgrenze – ohne dass sie diese Anstrengung selbst wahrnahmen.

Bei Belastungen in diesen hohen Intensitäten ist jedoch der Anteil der Fettverbrennung fast gleich Null und damit auch der Trainingseffekt für den Fettstoffwechsel. Dieses so genannte anaerobe Training über eine Dauer von bis zu 60 Minuten beim Spinning ist zwar nicht unbedingt schädlich, es ist jedoch kaum geeignet die persönliche Grundlagenausdauer zu verbessern. Spinning oder Indoor Cycling ist vielmehr ein intensives Intervalltraining, das durch ein umfangreiches Grundlagenausdauertraining abgefedert werden sollte.

Herzfrequenz im Auge behalten!

Wer dennoch seine Grundlagenausdauer beim Spinning trainieren möchte, sollte seine Herzfrequenz unbedingt im Auge behalten. Diese sollte auf keinen Fall höher als 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz sein. Das heißt Ruhe bewahren, auch wenn der Trainer zum Gipfelsturm aufruft, denn beim Spinning entscheidet der Fahrer selbst wie hoch er hinaus will. Um eine optimale Kontrolle der der eigenen Herzfrequenz zu gewährleisten, empfiehlt sich die Anschaffung einer Pulsuhr, die den Sportler mittels Telemetrie ständig auf dem Laufenden über seine Momentane Belastung hält. Unterstützt mit diesem Gerät zur Selbstkontrolle, das Oftmals dem Sportler zusätzlich die verschiedenen Trainingsbereiche anzeigt, kann der Fahrspaß ohne großes Risiko genossen werden.

Tipp: Wer nach seiner Herzfrequenz auf seine sportlichen Ziele hintrainiert, wird sehen, dass er mit dem richtigen Puls schnell und effektiv voran kommt.

 

Autor: Redaktion Meine Gesundheit

Stand: 03.12.2014

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