Footvolley

Jedes Jahr an den Stränden können Besucher es wieder beobachten. Begeisterte Beachvolleyball Spieler, die sich mit dem Spiel um den leichten Ball ihre Zeit am Meer oder am heimischen Baggersee abwechslungsreich und spannend vertreiben. Bei bestem Wetter wird dabei wie gewohnt gebaggert und gepritscht bis der Satz entschieden ist. Doch es geht auch anders.
Manchmal steht die Volleyball Welt Kopf, wenn nämlich der Ball nicht mit Händen, sondern mit Füßen und allen anderen Partien des Körpers über das hohe Netz befördert wird. Diese interessante Form des Volleyball ist aber nicht bloß eine Spass Erfindung, sondern eine eigenständige Sportart –Footvolley.

Kombination aus Volleyball und Fußball


Es ist den beiden Spielern gestattet, den Ball mit Füssen, Beinen, Kopf und vor allem mit der Brust zu spielen. Eigentlich mit allen Körperteilen, außer den Händen und Armen. Sogar die Schulter gilt bei den Brasilianern als wichtiges Beförderungsmittel für den Ball. Auf jeder Seite spielen zwei Spieler, die den Ball pro Angriff zusammen insgesamt höchstens dreimal berühren dürfen; aber niemals ein Spieler zweimal hintereinander. Beim Aufschlag, hier eher ein Abstoß, wird ein kleiner Sandhügel geformt vom dem aus der Ball dann gleich schwungvoll ins Spiel gebracht werden kann. Als Spielfeld dient ein herkömmlicher Beachvolleyball Court mit Netz.

Keine brandneue Trendsportart

Footvolley wird bereits seit Jahrzehnten an den Stränden Brasiliens gespielt. Begeistert spielen auch Stars wie Romario, Ronaldo oder Bebeto sowie die Zuckerhutzauberer vom BVB Dede, Evanilson und Amoroso diesen doch recht außergewöhnlichen Sport. Dieser Sport ist bisher noch recht unbekannt in unseren Breitengraden, obwohl Footvolley als Teil des Deutschen Beach Soccer Verbandes sogar über eine eigene Nationalmannschaft verfügt. Diese hat in den letzten Jahren einige Erfolge in der europäischen Footvolley-Liga zu verbuchen gehabt und reist jedes Jahr auf zahlreiche Turniere in der ganzen Welt. Größter Erfolg war bisher ein vierter Platz bei der Weltmeisterschaft 2003 in Athen.

Als junge Sportart, die für Sonne, Strand und Lebenslust steht, hat sich Footvolley einen eigenen Charme erhalten, der sich in gemütlichen Barbecues am Strand in Chill-Out Atmosphäre ausdrückt und Lässigkeit wie bei den Surfern in Californien vermittelt. Dabei ist Footvolley ein Sport der auch dem ambitionierten mit seinen vielen Techniken einiges abzufordern weiß. Bisher gibt es in Deutschland allerdings erst 30 Teams, die sich dem Wettkampf stellen.

Autor: Redaktion Meine Gesundheit

Stand: 14.07.2014