Bergwandern - Die sanfte Sportart

"Wo man nicht zu Fuß war, ist man nie gewesen" - das gilt in besonderem Maße für das Bergwandern. Immer mehr Menschen entdecken diese sanfte Sportart neu für sich.

Pärchen wandern

Allein oder in der Gruppe, auf bequemen Almwegen oder als anspruchsvolle Gipfeltour, im Mittelgebirge oder in den Alpen: Bergwandern ist vielseitig und die Tour kann nach dem eigenen Können individuell ausgewählt werden. Belohnt wird der Wanderer dabei nicht nur mit einem Zugewinn an Fitness, sondern auch mit einem unvergleichlichen und unmittelbaren Naturerlebnis. Das Erlebnis Berg sollte aber mit gutem Wissen über die Region und das Wandern, sowie guter Vorbereitung genossen werden.

Die Voraussetzungen beim Bergwandern

Bergwandern ist grundsätzlich eine Sportart für jeden. Wer aber in den Bergen sicher unterwegs sein möchte, der sollte sich auf eine Wanderung entsprechend vorbereiten und einige Grundvoraussetzungen mitbringen. Als Faustformel gilt, Tourenziel, Können und Ausrüstung müssen übereinstimmen. Dann wird die Tour für jeden zu einem schönen Erlebnis.

Fitness und gute Kondition

Eine Bergwander-Tour endet nicht am Gipfel, sondern erst mit der erfolgreichen Rückkehr zum Ausgangspunkt. Schließlich folgt nach dem Aufstieg noch ein meist ebenso langer Abstieg. Um unterwegs keine körperlichen Probleme zu bekommen sollte der Wanderer deshalb ein gutes Gefühl für seine Ausdauer, sowie für die Leistungsfähigkeit seiner Muskulatur haben, damit der Rückweg nicht zur Plackerei wird. Wer ausschließlich im Urlaub Bergwandern betreibt, der sollte regelmäßig einen Ausdauersport treiben, der ihn gezielt auf die Belastungen während den Touren vorbereitet. Nordic-Walking bietet sich aufgrund seiner Bewegungsabläufe dabei geradezu an. Aber auch Radfahren oder Laufen eignen sich, Ausdauer und Muskulatur für die kommenden Bergtouren fit zu halten.

Vorbereitung und Ausrüstung

Eine kurze Wanderung, eine ausgedehnte Bergtour oder die Besteigung eines Gipfels: im Gebirge stehen dem Wanderer viele Alternativen für die Gestaltung seiner Tour offen. Umso wichtiger ist es, sich über die Gegebenheiten vor Ort zu informieren und für ein konkretes Ziel zu entscheiden. Damit der Wanderer einen genauen Eindruck von seiner Tour bekommt, sollte er verschieden Infos vorab einholen. Die örtliche Wetterprognose ist immer unabdingbar damit Gewitter oder Stürme auf der Tour weitestgehend ausgeschlossen werden können. Wenn keine vorgegebene Tour vom ansässigen Wander- oder Alpenverein gewählt wird, dann sollten anhand einer genauen Wanderkarte, ein Höhenprofil mit Aufstieg und Abstieg, sowie die Länge und Dauer der Tour errechnet werden.

Gut für die Gesundheit

Bergwandern gehört zu den Ausdauersportarten. Wie beim Nordic-Walking, Laufen, Rad fahren oder Schwimmen steht eine gleichmäßige Bewegung im Vordergrund. Übersteigerter sportlicher Ehrgeiz ist hier fehl am Platz, denn eine extreme Überanstrengung ist nicht nur dem Spaß und der Erholung abträglich, sonder kann auch gesundheitsgefährdend sein.

Die großen Vorteile des Bergwanderns sind der Aufenthalt und die Bewegung an der frischen Luft. Dies wirkt sich positiv auf Gelenke und das Herz-Kreislaufsystem aus. So werden Gelenke und Knochen durch die gesteigerte Muskelkraft besser geschützt und die Beweglichkeit erhöht. Zudem unterstützt der Aufenthalt in der Höhenluft die Abwehrkräfte des Immunsystems. Nicht zu vergessen ist das das besondere Naturerlebnis einer Bergtour, die bei vielen Menschen Entspannung und Ausgeglichenheit schafft.

Ausrüstung

Grundsätzlich ist bei der Zusammenstellung der Ausrüstung jeglicher Luxus überflüssig. Nur was gebraucht wird, kommt in den Rucksack, denn ein zu schwerer Rucksack verdirbt den Spaß und macht die Tour wesentlich anstrengender. Folgende Dinge dürfen jedoch im Rucksack nicht fehlen:

  • Kompass
  • Wander- und Topographische-Karten des Gebietes
  • Sonnenschutz: Eine Sonnenbrille, sowie Sonnencreme und eine Kopfbedeckung
  • Wetterschutzjacke, ein Pulli oder eine Fleece-Jacke
  • Erste Hilfe Set und zusätzlich eventuell Blasenpflaster für Fußballen und Fersen
  • Rettungsdecke gegen Unterkühlung
  • Handy mit den wichtigsten Notrufnummern
  • Teleskopstöcke zur Entlastung der Gelenke


Wir wünschen Ihnen viele abwechslungsreiche Touren.

Autor: Redaktion Meine Gesundheit

Stand: 25.11.2014

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