Zinkmangel

 

Fast die Hälfte aller Deutschen nimmt zu wenig Zink zu sich. Der Hauptgrund dafür liegt in der modernen Ernährung, die häufig sehr zinkarm ist. Der mittlere Zinkbedarf beträgt beim gesunden Erwachsenen ca. 15mg täglich. Eine regelmäßige, ausreichende Zinkzufuhr ist für den Organismus wichtig, weil Zink die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt. Zink aktiviert insbesondere die Abwehrzellen, die Viren und Bakterien bekämpfen. Der Körper ist bei ausreichender Zinkversorgung widerstandsfähiger (Infektanfälligkeit) und leistungsfähiger (Sport, Alter, Wachstum) und regeneriert schneller (Wundheilung, Haarwachstum, Entzündungen, Infektionen).

Zink ist enthalten in:

  • Fleisch.
  • Innereien.
  • Käse.

Beachte: Zink ist hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln enthalten. Das enthaltene Zink kann nur zu einem Drittel auch tatsächlich vom Körper aufgenommen werden.

Ursachen für einen Zinkmangel können sein:

  • Einseitige Ernährung (Diäten, "Junk food"), Mangelernährung.
  • Vegetarismus.
  • Regelmäßiger Alkoholkonsum (Zink ist wichtig für die Alkoholentgiftung).
  • Leberzirrhose.
  • Magen-, Darmerkrankungen (Tumore, Entzündungen), Darmoperationen.
  • Schwermetallbelastung.
  • Diabetes.
  • Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Abführmittel, Antibabypille).
  • Erhöhte Calciumzufuhr (z.B. bei Osteoporose).
  • erblich bedingte Störung des Zinkstoffwechsels.

 

Erhöhter Zinkbedarf tritt auf bei:

  • Entzündungen und Infektionen.
  • älteren Menschen.
  • Starkem Schwitzen (Sport, Sauna).
  • Wachstum und Entwicklung.
  • Schwangerschaft und Stillzeit.


Folgen eines Zinkmangels können sein:

  • Erhöhte Infektanfälligkeit.
  • Störungen der Wundheilung, trockene schuppende Haut, entzündliche Hauterkrankungen.
  • Akne.
  • Zinkmangeldermatitis: Hautrötung und Pusteln, besonders im Gesicht, den Fingern und im Anal-, Genitalbereich.
  • Haarausfall, nachlassende Haarqualität.
  • Wachstumsstörungen bei Kindern und Jugendlichen.
  • Potenzstörungen, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Sehstörungen, Stimmungslabilität.

 

Zinkpräparate

  • Es gibt Zinkpräparate als Dragees, magensaftgeschützte Filmtabletten, Brausetabletten und Kapseln.
  • Zur Vorbeugung von Zinkmangelzuständen können ca. 10mg Zink pro Tag eingenommen werden. 
  • Bei ersten Anzeichen eines Infektes, z.B. einer Erkältung können 2-3mal täglich 10mg Zink eingenommen werden, gleichmäßig über den Tag verteilt.
  • Bei nachgewiesenem Zinkmangel erfolgt die Einnahme nach ärztlicher Verordnung.

 

 

 

Autoren:

Christiane von der Eltz, Apothekerin

Dr. Regina Schick, Ärztin