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Zahnpflege: Kinder sollten elektrisch und herkömmlich putzen

Wenn es bei Zähneputzen nur um die Sauberkeit der Zähne ginge, wären elektrische Zahnbürsten auch für kleine Kinder die bessere Wahl. Richtig angewendet, entfernen die brummenden und vibrierenden Helfer deutlich mehr Plaque als herkömmliche Zahnbürsten. Gerade bei Kindern im Vorschulalter dient das Zähneputzen aber nicht nur der Zahnpflege, sondern schult auch die Grob- und Feinmotorik.

Die Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege Hessen (LAGH) empfiehlt daher, elektrisches und herkömmliches Putzen zu kombinieren. Im Kindergarten oder der Vorschule sei das herkömmliche Zähneputzen die Methode der Wahl.

KAI-Systematik einüben

In der Gruppe und unter fachkundiger Anleitung sollten Kinder bis in die Grundschulzeit die KAI-Systematik erlernen und einüben. KAI steht für die Putzabfolge von

  • Kauflächen
  • Außenflächen
  • Innenflächen.

Außerdem schulen das Halten der Zahnbürste und die Putzbewegungen nach Angaben der LAKH die Grob- und Feinmotorik der Kinder. Die Zahnpflege-Experten empfehlen daher, mindestens 1 Mal am Tag händisch zu putzen – vorzugsweise in der Kinderpflege-Einrichtung.

Abends zuhause elektrisch putzen

Habe ein Kind die KAI-Systematik verinnerlicht, spreche nichts dagegen, zuhause die Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste zu putzen. Dabei sollten Eltern darauf achten, dass die Kinder jeden einzelnen Zahn systematisch putzen. Die Putzfläche von elektrischen Zahnbürsten ist kleiner als die normaler Zahnbürsten. Daher erfordere das elektrische Putzen, den Putzkopf an jedem einzelnen Zahn zu neigen, um auch die Zahnzwischenräume ausreichend zu reinigen.

Elektrische Zahnbürsten können Kinder zum Zähneputzen animieren

Viele Eltern kennen das – zumeist abendliche – Drama ums Zähneputzen. Da ist häufig starker kindlicher Widerstand zu überwinden. Dabei können elektrische Zahnbürsten für Kinder helfen. Viele Kinder finden elektrische Zahnbürsten spannend, vor allem, wenn auch die Eltern elektrische Zahnbürsten benützen. Das kindgerechte Design in Aussehen und Handhabung motiviert Kinder außerdem zur Zahnpflege.

Stiftung Warentest: Gute Bürsten haben ihren Preis

Elektrische Zahnbürsten sind in der Regel gut an die Bedürfnisse von Kindern angepasst. Stiftung Warentest attestiert im Januar 2015: „kleine Bürstenköpfe mit weichen Borsten, handliche Griffe für guten Halt und weniger Schwingung für sanftes Kribbeln im Mund.“ Vier elektrische Kinderzahnbürsten bewerteten die Warentester mit dem Gesamturteil „gut“. Das sind:

  • Beurer Janosch Kinder Schallzahnbürste
  • Braun Oral-B Kids' Power Tooth­brush Mickey Mouse
  • Braun Oral-B Stages Power Elektrische Zahnbürste
  • Philips Sonicare For Kids

Die mit gut bewerteten Zahnbürsten kosten zwischen 22 und 48 Euro. Das günstigste Modell ist die Oral B Stages mit einem mittleren Ladenpreis von 22 Euro.

Von batteriebetriebenen elektrischen Zahnbürsten für Kinder rät die Stiftung Warentest wegen der kurzzeitigen Lebensdauer und des verhältnismäßig hohen Preises ab.

Autor: Charly Kahle

Quelle: Den ganzen Test können Sie kostenpflichtig auf test.de nachlesen.

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