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TYPHUS




Ursachen / Ausbreitung

Typhus abdominalis ist eine Infektionskrankheit, die durch eine Art der Salmonellen Bakterien verursacht wird. Der Erreger wird durch Kontakt mit infiziertem Wasser, infizierten Lebensmitteln oder durch den Kontakt mit an Typhus Erkrankten oder mit gesunden Dauerauscheidern übertragen. Die Infektionsquelle ist der Mensch selbst, der diese Bakterien mit dem Stuhl ausscheidet.

 

Symptome

Die Erkrankung beginnt 1-4 Wochen nach der Ansteckung. In der 1. Woche treten Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Husten, Verstopfung und Appetitlosigkeit auf. Die Körpertemperatur steigt zackenförmig an, nach einem Fieberanstieg kommt es kurzzeitig zum Fieberabfall, bevor das Fieber wieder und noch höher steigt.

 

In der 2. Woche stabilisiert sich das Fieber um die 40°C. Es kann zu Bewustseinstrübung kommen (typhos = Nebel, Trübung). Die Milz ist geschwollen (Splenomegalie) und die Herztätigkeit verlangsamt (Bradycardie). Auf der Haut treten kleine rote Flecken auf, sogenannte Roseolen. Zusätzlich hat der Patient erbsenbreiähnliche Durchfälle.

 

In der 3. Woche sinkt die Temperatur wieder. Trotzdem ist es die gefährlichste Zeit, da sich jetzt Komplikationen ausbilden. Durch die Auswirkung der Bakterien direkt auf den Darm kommt es zu Darmblutungen oder sogar zu einem Darmdurchbruch (Darmperforation). Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung und Eiteransammlung in der Leber oder in der Gallenblase kommen ebenfalls vor.

 

Eine durchgemachte Typhuserkrankung hinterlässt eine jahrelange, aber keine lebenslange (!) Immunität.

 

3-5% der Erkrankten werden zu Dauerausscheidern. Die Erreger verbleiben bei ihnen in der Gallenblase und werden über den Darm weiterhin ausgeschieden. Die Dauerausscheider selbst erkranken durch diese Bakterien aber nicht, sie können aber andere Menschen anstecken.

Therapie

Die Behandlung des Typhus erfolgt mittels Antibiotika. Die weitere Therapie richtet sich nach der Art der Komplikationen.

 

Prophylaxe (Verhütung)

  1. Hygiene
    Durch geeignete hygienische Maßnahmen im Lebensmittelbereich, der Wasseraufbereitung und im persönlichen Bereich lässt sich das Risiko schnell senken.
    Mangelnde Hygiene, Armut und die Verhältnisse in Katastrophen- oder Kriegsgebieten lassen das Risiko wieder schnell ansteigen.

  2. Überwachung der Dauerausscheider
    Dauerausscheider müssen von den Gesundheitsämtern erfasst, behandelt und überwacht werden. Sie dürfen in bestimmten Berufsbereichen (zum Beispiel als Küchenpersonal) nicht arbeiten.

  3. Impfung
    Gegen den Typhus ist eine Schluckimpfung möglich und sie sollte bei Reisen in Gebiete mit mangelnder Hygiene durchgeführt werden.
    Da die Wirksamkeit der Impfung aber nur bei 70% liegt, kann auf hygienische Maßnahmen ( wie zum Beispiel nur abgekochtes Wasser zu benutzen oder bestimmte Nahrungsmittel zu meiden) nicht verzichtet werden.
    Ein vorhandene Schutz hält 2-3 Jahre an.

 

 

Autoren:

Christiane von der Eltz, Apothekerin

Dr. Regina Schick, Ärztin



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