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Studie: Schlafzeiten dürfen etwas kürzer sein

Studie: Schlafzeiten dürfen etwas kürzer sein, Fotolia

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Kinder brauchen möglicherweise doch nicht ganz so viel Schlaf wie bislang von Experten empfohlen. Zu diesem Ergebnis kommen amerikanische Forscher, die 320 internationale Studien über die optimale Schlafdauer ausgewertet haben. Die Unterschiede zu den bislang geltenden Empfehlungen fallen allerdings gering aus. So geben die US-Forscher die optimale Schlafdauer für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren mit 10 bis 11 Stunden an. Bislang nannten die meisten Schlafexperten eine Schlafdauer von 11 bis 12 Stunden.

Schlafdauer nach Altersstufen

Am gesündesten leben Menschen nach den Angaben der amerikanischen Forscher mit den folgenden Schlafzeiten:

  • Neugeborene bis zum 3. Monat: 14 bis 17 Stunden
  • Kleinkinder zwischen 4 und 11 Monaten: 12 bis 15 Stunden
  • Kleinkinder vom 1. bis 2. Lebensjahr: 11 bis 14 Stunden
  • Kinder bis zum 5. Lebensjahr: 10 bis 13 Stunden
  • Kinder vom 6. bis zum 13. Lebensjahr: 9 bis 11 Stunden
  • Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren: 8 bis 10 Stunden
  • Junge Erwachsene und Erwachsene: 7 bis 9 Stunden
  • Erwachsene ab dem 65. Lebensjahr: 7 bis 8 Stunden

Bei diesen Angaben handelt es sich naturgemäß um Durchschnittswerte, die nicht unbedingt dem individuellen Schlafbedürfnis entsprechen müssen. So spielen beispielsweise erbliche Faktoren eine Rolle bei der optimalen Schlafdauer.

Von Kurzschläfern und Langschläfern, Lerchen und Eulen

Zu den weitverbreiteten Irrtümern über gesunden Schlaf gehören beispielsweise die Behauptungen, guter Schlaf dauere 8 Stunden und Schlaf vor Mitternacht sei der gesündeste. Wie lange und wann wir am besten schlafen (oder wachen), ist vielmehr individuell sehr verschieden. Denn wir unterscheiden uns in Kurzschläfer und Langschläfer, Lerchen und Eulen.

Neue Erkenntnisse über das Nickerchen

Wer regelmäßig mittags ein kurzes Nickerchen macht, tut das in der Regel aus gutem Grund. Nach 20 bis 30 Minuten fühlen sich viele Menschen fast so erfrischt wie nach einem Nachtschlaf. Französische Forscher konnten jetzt belegen, dass Nickerchen außerdem das Immunsystem anregen und den Stresspegel senken.

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Reine Schlafdauer bestimmt nicht den Erholungswert

Schlaf ist ein sehr komplexes Geschehen, das von der Wissenschaft noch immer nicht vollständig verstanden wird. Fest steht aber, dass die reine Schlafdauer keine eindeutige Aussage über die Erholung während des Schlafes erlaubt. Beispielsweise spielen die Abfolge der Schlafstadien und ein regelmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus eine wesentliche Rolle dabei, ob wir erholsam schlafen oder morgens wie gerädert aus dem Bett steigen. Im Themenspecial Gesunder Schlaf finden Sie eine Vielzahl von Informationen und Tipps, die Ihnen helfen werden, Schlafprobleme in den Griff zu bekommen.

 

Quellen:

Spektrum der Wissenschaft: Wie viel Schlaf tut gut?

Studie: National Sleep Foundation’s sleep time duration recommendations: methodology and results summary

Redaktion: Charly Kahle