>> Sonnenbaden ohne Reue (01.07.2003)
Faltig und fleckig, dünn und trocken, empfindlich und rau: Was als gealterte Haut erscheint, entsteht zum großen Teil nicht durch den Zahn der Zeit, sondern durch Überdosen von UV-Licht. Hautalterung wird durch Noxen verstärkt, deren wichtigste UV-Licht ist. Dies betonte PD Dr. Wolf Nürnberg von der Ostseeklinik Kühlungsborn, beim Kongress "Phamacon". UV-B-Strahlung im Übermaß wirkt mutagen, immunsuppressiv, hautdegenerativ und schädigt sensible Strukturen wie DNS, Mitochondrien, Zellmembranen und Lysosomen. Den UV-A-Anteil des Lichts hielt man lange Zeit für harmloser. Aber UV-A dringt tiefer in die Haut als UV-B, aktiviert in hohem Maße Bindegewebe abbauende Enzyme, schädigt Lipidstrukturen und unterdrückt das Immunsystem. Neu ist die Erkenntnis, dass gerade UV-A-Strahlen Mutationen der Mitochondrien-DNS auslösen.
Der Selbstschutz der Haut funktioniert nur begrenzt
UV-B-Licht setzt in der Haut Abwehrmechanismen in Gang, die aber nur bis zu einem gewissen Grad wirksam sind. Mit dem Alter nimmt die Effektivität der Abwehrsysteme ab, Lichtschäden summieren sich. Dermatologen sehen Vorstufen zu krebsartigen Veränderungen manchmal schon bei 30-Jährigen. Weil Plattenepithelkrebs und Basaliome mit jährlich rund sieben Prozent rasant zunehmen, ist Prävention so wichtig.
Folgende Schutzmaßnahmen legt Nürnberg allen Sonnenanbetern ans Herz:
Quelle: Gesundheitszeitung der Ärztlichen Praxis Online am 30.06.03