>> Ohrenschmerzen richtig behandeln (30.01.2004)
Schwerhörigkeit bis hin zur Taubheit sind die fatalen Folgen einer falsch oder unzureichend behandelten Mittelohrentzündung. Die Leidtragenden sind meist Kinder. Unwissenheit und falsche Angst vor Antibiotika sind der Grund dafür, dass viele Eltern ihren Kindern die vom Arzt verordneten Medikamente vorenthalten.
Kinder erkranken deshalb besonders oft an einer Mittelohrentzündung, weil die Verbindungsgänge vom Rachenraum zum Mittelohr weiter und kürzer als beim Erwachsenen sind. So können Krankheitserreger leichter eindringen. Eine Mittelohrentzündung geht bei Kindern meist mit starken Schmerzen einher und im Allgemeinen besteht hohes Fieber. Behandelt werden muss eine Mittelohrentzündung in der Regel mit Antibiotika. Nur so können die eingedrungenen Bakterien eliminiert und Folgeschäden wie Schwerhörigkeit verhindert werden.Unter der Antibiotika-Therapie klingt die Mittelohrentzündung sehr rasch wieder ab. Ohne diese Medikamente können schwere Vereiterungen auftreten, die sogar auf das Gehirn übergreifen können. Durch einige einfache Maßnahmen lässt sich der Heilungsprozess unterstützen:
Da die meisten Mittelohrentzündungen ihren Ausgang von einer Erkältung bzw. dem damit einhergehenden Schnupfen nehmen, ist das richtige Auskurieren der Erkältung die beste Vorbeugung. Dabei müssen Sie auf eine freie Nasenatmung achten: Bei Schnupfen ist die so gennannte Ohrtrompete, ein Verbindungsgang zwischen Nasennebenhöhlen und Mittelohr, nicht mehr durchgängig und das Mittelohr kann nicht mehr belüftet werden. Bei verstopfter Nase befreit abschwellendes Nasenspray (Spezialstärke für Kinder beachten!) nicht nur die Nase, sondern dient auch der Vorbeugung einer Mittelohrentzündung.
Quelle: Ratgeber Meine Gesundheit, Jahresausgabe Gesund Leben, Otto Hoffmanns Verlag GmbH, München, Dezember 2003. Den kompletten Ratgeber finden Sie auch unter www.meine-gesundheit.de