>> Muskelkater ist nicht sauer (01.08.2003)
Jeder, der eine Katze hat, weiß, dass diese schnell sauer ist. Aber eine ist es garantiert nicht: und zwar die/der Muskelkatze/-kater. Muskelschmerzen sind ein Zeichen dafür, dass wir unseren Körper überanstrengt haben durch ungewohnt lange oder starke körperliche Belastung.
Feine Muskelrisse sind schuld
Ein weitverbreiteter Irrtum: Muskelkater wird durch unerwünschte Stoffwechselprodukte wie Milchsäure (Laktat) hervorgerufen. Inzwischen haben Sportmediziner nachgewiesen, dass es bei Überlastung zu feinen Rissen in den Muskelfasern kommt. Dadurch kann Wasser in diese Fasern eindringen, was dort zu einer vermehrten Ansammlung von Wasser (Ödeme) führt. Die Muskelfaser schwillt an und wir spüren ein bis drei Tage nach dem Sport den Dehnungsschmerz.
Energie für den Muskel
Vorbeugung von Muskelkater
Energie für den Muskel
Unsere 400 Skelettmuskeln können große Kräfte entwickeln und einiges aushalten, aber nur wenn sie regelmäßig belastet und trainiert werden. Wichtig für Sportler zu wissen: Verbrennen wir mehr Energie und schwitzen viel, benötigt der Körper auch mehr Mineralstoffe, wie z. B. Magnesium, Calcium oder Kalium. Magnesium hat eine besondere Bedeutung für den Muskelstoffwechsel: Es beeinflusst die Erregungsübertragung von Nerven auf Muskeln und die Muskelkontraktion. Darüber hinaus unterstützt es den Erhalt der Knochensubstanz, den Fettstoffwechsel, die Steuerung der Körpertemperatur und die Eiweißsynthese. Bei erhöhter Anstrengung, wie stressigen Wettkampfserien oder Zusatzbelastungen, aber auch zur Vorbeugung gegen Muskelkater setzen viele Sportler auch L-Carnitin ein, das unerlässlich ist für die Energieerzeugung aus unseren Fettreserven.
Linderung von Muskelkater
Die Muskeln ein paar Tage schonen
Normalerweise klingen die Beschwerden nach ein paar Tagen ab. Wenn sie nach drei Tagen nicht verschwunden sind, kann es sich um eine Muskelzerrung handeln. Sie tritt auf, wenn der Muskel nicht genügend aufgewärmt und damit elastischer gemacht wurde mit der Folge, dass die unelastischen Muskelfasern reißen, und Blut ins Gewebe austritt (häufig als Bluterguss sichtbar, meist auf der Beinrück- und -innenseite). Muskelzerrungen müssen längerfristig auskuriert werden, je nach Schwere drei bis sechs Wochen ohne Sport. Sonst kann es passieren, dass die Verletzung immer wieder an der gleichen Stelle auftritt.