>> Bikinifigur für Diabetiker (01.07.2003)
Sommer, Sonne, Strand. Der Urlaub rückt immer näher. Und damit auch die Frage, ob Bikini und Badeanzug der Figur noch Stand halten. Auch bei Diabetikern. Andere treiben mehr Sport, fasten oder gehen einfach in die Apotheke. Diabetiker sind wachsam - und aus Angst verzichten viele auf die gesunde Vorfreude. Aber warum? Ein paar Regeln und eine unterstützende Entwässerung mit Spargel und Petersilie machen auch Diabetikern Lust auf Leichtigkeit.
Wetter und Kleidung sind wieder "figurbetont". Wie jedes Jahr versuchen sich viele "Gesunde", vor allem Frauen, gleich mehrfach an diversen Diäten. Die sind aber meist nur ein Zwischenstadium mit dem berühmten Jo-Jo-Effekt. Zudem sind sie häufig massiv gesundheitsschädlich, weil auf kurzfristigen Erfolg angelegt. Diabetiker sind gelassener, weil Vorsicht ihr ständiger Begleiter ist. Aber das Leben muss nicht völlig umgekrempelt werden. Selbst die tägliche Ernährung bietet genügend Spielraum für Genuss ohne Reue.
Bikini-Figur "auf Rezept"
Für viele Diabetiker ist das Gewicht unabhängig von der Jahreszeit ein Thema. Für die Ärzte sowieso: "Sehr viele Typ-2-Diabetiker", schildert der Ernährungsmediziner Professor Hans Hauner "könnten ihre Blutzuckerwerte ohne Medikamente stabilisieren, wenn sie ihr Körpergewicht normalisieren würden".
Es besteht also bei fast allen Betroffenen akuter Handlungsbedarf. Insofern kommt die Jahreszeit auch medizinisch nicht ungelegen. Gerade jetzt lässt sich das Gewicht viel leichter reduzieren. Die Marktstände füllen sich mit leichtem, frischem Obst und Gemüse. Und die Temperaturen erlauben Aktivität im Freien. Regelmäßige Bewegung ist ohnehin eine der Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Abnehmen.
Diabetiker können die "Bikini-Figur" also sogar mit ärztlichem Segen anstreben. Aber Vorsicht! Die Ziele müssen realistisch bleiben: In vier Wochen hat noch niemand dauerhaft 10 Kilogramm abgenommen. Wer jetzt mit seinem Programm beginnt, sollte sich Zeit nehmen. Dann klappt es mit Bikini und Badehose.
Selbstkasteiung braucht es dazu nicht - im Gegenteil: Wer die Lust am Essen verliert und hungrig bleibt, hält nicht lange durch. Deshalb von den lieb gewordenen Schmankerln lieber weniger als ganz darauf verzichten. Wichtig ist vor allem, bewusst zu essen. Statt Sahnesauce besser Tomatensauce, statt fettem Fleisch und Wurst lieber Obst, Gemüse und mageren Schinken. Wichtig bei allen Lebensmitteln: Auf Qualität und Frische achten. Und dazu viel Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte trinken. Den Alkoholkonsum sollten Diabetiker ohnehin einschränken.
Spargel und Petersilie: Die Lustmacher
Wer ein Übriges tun will, hat die Möglichkeit dazu. Unterstützen Sie ihre Bemühungen mit einer konsequenten, aber schonenden Entwässerung - am besten nach Absprache mit dem Arzt. Dabei helfen unter anderem Spargel und Petersilie, deren entwässernde Wirkung nachgewiesen ist. In der Apotheke gibt es außerdem pflanzliche Präparate mit den Wirkstoffen von Spargel und Petersilie (z.B. Asparagus-P von Plantina). Sie sind auch für Diabetiker geeignet. Die Arzneimittel helfen nicht nur ihren Nieren wieder auf die Sprünge, sondern entlasten den ganzen Körper, ohne ihn mit ungünstigen Verschiebungen von lebenswichtigen Mineralien zu belasten. Weil sie außerdem Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten, fühlt der Körper keine Schwäche. Schließlich soll das Leben auch im Herbst noch besser weiter gehen.
Autor: Dr. med. Wolfgang Hübner
Quelle: WWW public relations, Au/Freiburg am 30.06.03