Thema des Monats Mai 2004:
Tipps zum Kampf mit den Pfunden

Wer darf keinesfalls fasten?

Wer mit unkontrolliertem Fasten oder einer Nulldiät gegen Winterspeck angeht, riskiert gesundheitliche Beschwerden, da der Körper Energiereserven auch aus dem Muskeleiweiß von Organen bezieht.

Gar nicht oder nur unter intensiver ärztlicher Betreuung fasten, sollten Menschen, die an schweren akuten oder chronischen Erkrankungen leiden, dauerhaft Medikamente einnehmen müssen, an Esssucht, Magersucht oder Bulimie leiden, unter großem Stress stehen oder an Depressionen oder psychischer Labilität leiden. Kinder, die sich im Wachstum befinden, sowie schwangere und stillende Frauen sollten regelmäßig und ausgewogen essen. Auch gesunde Erstfaster sollten ihren Arzt von ihrer Absicht informieren und gegebenenfalls einen Check-up machen lassen. Blutdruck, Kalium- und Magnesium-Werte und die Harnstoffkonzentration im Blut sollten vom Arzt vor dem Fasten überprüft werden. Natürlich verliert man bei einer Fastenwoche auch Gewicht. Wer aber nach den Aufbautagen weiterschlemmt wie zuvor, der hat die Pfunde auch schnell wieder drauf. Die Idee beim Fasten ist, Gifte und Schlacken, die sich im Körper angereichert haben (nicht zuletzt durch unvernünftige Ernährung), loszuwerden und damit Erkrankungen vorzubeugen sowie das Wohlbefinden zu steigern. Außerdem hilft die Erfahrung, auf liebgewonnene Genüsse verzichten zu können, hinterher bewusster zu essen. Das funktioniert, weil Fasten eben nicht "Hungern" ist.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte / Gesundheit" vom 15. März 2004

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