Fettstoffwechsel:
Kontra dem "tödlichen Quartett"
Herzinfarkt durch das
"tödliche Quartett"?
Treten Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen gemeinsam auf, steigen das Herzinfarkt- und Schlagfallrisiko extrem an. Dabei lässt sich dem "tödlichen Quartett" einfach und wirksam kontra bieten: Mit Gewichtsabnahme, Ernährungsumstellung und viel Bewegung.
Etwa 95 Prozent aller Diabetiker leiden unter dem sogenannten Typ-2-Diabetes, der früher oft als "Alterszucker" verharmlost wurde. Mit Alter hat diese Erkrankung jedoch nichts zu tun, denn ihre Ursache liegt im Übergewicht. Der Ausdruck "Alterszucker" erklärt sich lediglich aus der Tatsache, dass früher vom Typ-2-Diabetes in erster Linie Menschen ab dem 40. Lebensjahr betroffen waren. Heute sind jedoch immer mehr jüngere Menschen übergewichtig - und erkranken dementsprechend früher am Typ-2-Diabetes. Mit jedem Kilo zuviel - vor allem wenn sich der Speck um den Bauch herum anlagert - steigt das Risiko, zuckerkrank zu werden: Bei einem Body-Mass-Index über 35 besteht ein 93-fach erhöhtes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Die Stoffwechselstörung verläuft zunächst schleichend und wird oft erst spät erkannt. Erste Anzeichen sind starker Durst, häufiger Harndrang, Juckreiz, Müdigkeit oder Kribbeln in Armen und Beinen. Bei solchen Warnzeichen ist möglichst rasch ein Arzt aufzusuchen!
Der Typ-2-Diabetes entwickelt sich zu einer Volkskrankheit: Im Jahr 2006, so schätzt die Deutsche Diabetes-Gesellschaft, wird jeder zehnte Bundesbürger betroffen sein. Meist sind bei diesen übergewichtigen Typ-2-Diabetikern auch die Blutfettspiegel (Cholesterin, Triglyzeride) und der Blutdruck erhöht. Ist dies der Fall, spricht man vom sogenannten "metabolischen Syndrom"- auch als "tödliches Quartett" (= Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung) bezeichnet, denn das Risiko einer Arterienverkalkung ist bei dieser Konstellation extrem hoch. Betroffene sind hochgradig gefährdet, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.
Die Behandlung des metabolischen Syndroms basiert in erster Linie auf den drei Säulen: Ernährungsumstellung, Gewichtsabnahme und Bewegung. Zusätzlich sind jedoch oftmals Blutdruck-, Blutzucker- und Blutfett-senkende Medikamente notwendig, um das Herzinfarkt und Schlaganfallrisiko zu senken.
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