Kopfschmerzen:
Migräne muss man nicht ertragen
Rotwein ist ein häufiger
Migräne-Auslöser.
Es hämmert und pocht im Kopf und der Magen scheint zu revoltieren. Jede körperliche Aktivität verschlimmert den rasenden Kopfschmerz, der sich oft auf eine Seite des Kopfes beschränkt. Licht und Lärm sind unerträglich, das Dasein für Stunden oder sogar Tage praktisch nur im ruhigen abgedunkelten Raum zu ertragen.
Mehrmals pro Monat erleben viele Menschen mit Migräne eine solche Situation. Oft werden sie von ihrer Umwelt belächelt und wie Simulanten behandelt. Vielfach wird die Migräne als "Frauenkrankheit" abgetan und als chronische Erkrankung nicht ernst genommen. Die Folge: Die Betroffenen erfahren keine sachgerechte, zielgerichtete Therapie.
Migräniker merken meist Stunden vorher, dass sich eine Migräne anbahnt. Die Vorboten reichen von erhöhter Aktivität bis hin zu Müdigkeit oder Heißhunger auf Süßes. Dann gilt es, rasch zu handeln und die Attacke möglichst im Keim zu ersticken.
Wirkliche Hilfe ist jedoch nur zu erwarten, wenn spezielle Mittel gegen Migräne früh genug und in ausreichender Dosierung eingenommen werden. "Normale Schmerzmittel", die beispielsweise bei Erkältungs- oder Stresskopfschmerzen gut helfen, sind bei Migräne im Allgemeinen wirkungslos. Welches Migränemittel für Sie persönlich am geeignetsten ist, besprechen Sie am Besten mit einem Facharzt, der in der Behandlung von Migräne-Patienten viel Erfahrung hat. Das kann ein Internist oder ein Neurologe sein.
Oft ist es hilfreich, wenn gleichzeitig mit dem Schmerzmittel ein spezieller Wirkstoff gegen Übelkeit, ein so genanntes Antiemetikum, eingenommen wird. Das Antiemetikum sorgt dafür, dass die bei einem Migräneanfall eingeschränkte Magenbeweglichkeit normalisiert wird, so dass das Schmerzmittel besser in den Körper aufgenommen werden kann.
Keinesfalls sollten Sie bei Kopfschmerzen - unabhängig von der Ursache - unkritisch zur Schmerztablette greifen. Denn diese Arzneimittel sind nicht ungefährlich: Nimmt man sie zu häufig ein, können sie selbst Kopfschmerzen auslösen. Die Fachleute bezeichnen dieses Phänomen als Analgetika-Kopfschmerz (Analgetika = Schmerzmittel).
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