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Die Haut reagiert auf übermäßige Sonneneinstrahlung mit einem Sonnenbrand. Es kommt zu Brennen, schmerzhafter Rötung, Schwellung oder sogar Blasenbildung auf der Haut. Die betroffenen Stellen bilden bei leichtem Druck mit dem Finger kurzzeitig eine weiße Stelle innerhalb der Rötung. Bei starkem Sonnenbrand kann es auch zu Kreislaufbeschwerden, Fieber und Übelkeit kommen (Sonnenstich). Die Symptome treten 1-24 Stunden nach dem Sonnenbad auf. Langfristig führen häufiger Sonnenbrand und regelmäßige Sonnenbäder zu vorzeitiger Hautalterung und erhöhen das Risiko für Hautkrebserkrankungen. Besonders gefährdet sind Personen mit heller Haut und mit roten oder blonden Haaren oder Leberflecken (Leber- und Pigmentflecken). Besonders stark ist die Sonne im Schnee, am Strand und im Wasser, da es durch die hellen Flächen zu einer verstärkten Reflexion der Sonnenstrahlen kommt. Auch in großer Höhe und in südlichen Breitengraden ist die Sonneneinstrahlung deutlich wirkungsvoller als bei uns. Besonders sonnenbrandgefährdet sind die sog. Sonnenplateaus, wie Schultern, Nase und Füße. Die Haut gewöhnt sich an die Sonne, indem sie sich verdickt und das Pigment (Farbstoff) Melanin einlagert, der die Haut gebräunt aussehen lässt. Eine langsame Bräunung ist gleichmäßiger und hält länger. Verantwortlich für Bräunung und Sonnenbrand sind kurzwellige, energiereiche UV-Strahlen. Man unterscheidet UV-A Strahlen, die etwas langwelliger sind und die für die Bräunung, aber auch für Sonnenallergie, Hautalterung und das erhöhte Hautkrebsrisiko verantwortlich sind, und die energiereicheren UV-B-Strahlen, die Hautschädigungen beim Sonnenbrand hervorrufen. Es gibt Sonnenschutzmittel, die nur die UV-B-Strahlung herausfiltern. Besonders empfindliche Personen sollten sogenannte Breitbandfilter verwenden (UV-A und UV-B). Häufige Ursachen  | Zu lange Sonnenbäder. |  | Unterschätzung der Sonneneinstrahlung an bewölkten Tagen. |  | Verwendung von Sonnencreme mit zu niedrigem Lichtschutzfaktor. |
Was Sie tun können  | Kühlen der betroffenen Stellen mit feuchten Umschlägen. |  | Auftragen von antiallergischen Gelen gegen die Rötung und das Brennen. Gele sind hier besser als Salben, da sie kühlend wirken. Bei starken Beschwerden sollten Cremes mit Hydrocortison in niedriger Dosierung eingesetzt werden. |  | Reichlich trinken. |
 | Gegen die Schmerzen helfen Mittel mit Paracetamol oder Acetylsalicylsäure. |  | Nach der akuten Phase eine feuchtigkeitsspendende Hautlotion, eventuell mit wundheilenden Stoffen, z.B. Aloe oder Dexpanthenol, auftragen. |
Wann Sie zum Arzt müssen  | Bei starken Verbrennungen (Blasenbildung, Schmerzen). |  | Wenn zusätzlich Allgemeinsymptome eines Sonnenstichs oder Hitzschlages wie Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, hohes Fieber oder Schüttelfrost auftreten. |  | Wenn kleine Kinder betroffen sind. |
Was Ihr Arzt tun kann Verordnung stärkerer entzündungshemmender Substanzen (z.B. mit Cortison). Vorbeugung  | Möglichst überhaupt keine ausgedehnten Sonnenbäder nehmen. Lieber im Schatten "sonnen" und nie in den Mittagsstunden. |  | Die Dauer des Sonnenbades muss dem Hauttyp und der Region angepasst werden. Jeden Tag darf dann das Sonnenbad etwas länger dauern. Mit Sonnencreme kann die Dauer des Sonnenbades verlängert werden. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel mal länger man mit dieser Sonnencreme in der Sonne bleiben kann als ohne Sonnenschutzfaktor. Hellhäutige Personen sollten z.B. am Anfang nicht länger als ca. 10 Minuten in der Sonne bleiben. Mit einem Sonnenschutzmittel LSF 6 verlängert sich diese Zeit auf 60 Minuten. Vorsicht: Nachcremen verlängert die mögliche Verweildauer nicht! |  | Lieber einen höheren Lichtschutzfaktor verwenden. |  | Die Sonnencreme ca. eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad auftragen. |  | Für das Gesicht eine Sonnenschutzcreme mit besonders hohem Faktor auftragen. Für den Körper empfiehlt sich eine Milch, die sich besser verteilen lässt als eine Creme. Sonnenöle sind nur für sonnengewöhnte Personen geeignet. Beim Baden wasserfeste Sonnenschutzcreme verwenden. |  | Allergieempfindliche Menschen und Personen mit Sonnenallergie (Hautallergie) sollten Sonnenschutzgele verwenden, die ohne Emulgatoren und Konservierungsstoffe hergestellt werden. |  | Babys und kleine Kinder nie unbekleidet der Sonne aussetzen (T-Shirt, Kopfbedeckung). |  | Achtung: bei Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Tetracyclin-Antibiotika) darf man nicht in die Sonne gehen. |
Autoren: Christiane von der Eltz, Apothekerin Dr. Regina Schick, Ärztin
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BILDER ZUM TEXT
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Links: Ungeschützte Haut
Rechts: Mit Sonnencreme vor dem Eindringen der UV-Strahlen geschützte Haut. Die Strahlen dringen nur bis zur Tiefe der Pigmentzellen zur Hautbräunung ein.
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