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Schnarchen – diese Hilfsmittel haben sich bewährt

Schnarchen Hilfsmittel

Schnarchen gefährdet die Gesundheit – und das zuweilen sehr ernsthaft. Starke Schnarcher sollten dringend ärztlichen Rat einholen. Von  Atemmaske bis Unterkieferscheine gibt es viele Hilfsmittel, die sich bewährt haben.
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Schnarchen ist eine enorme Belastung – aber nicht nur für die, die das Schnarchen hören. Vor allem die Schnarcher selbst müssen auf lange Sicht mit ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden rechnen. Darüber und über Erste Hilfe gegen das nächtliche Sägen jetzt mehr.

Schnarchen belastet die Gesundheit

Schnarcher schlafen in der Regel weniger tief, mitunter ist auch der Ablauf der Schlafphasen gestört. Schnarchen stört also den Schlaf – und gefährdet schon dadurch langfristig die Gesundheit des Schnarchers. Problematisch wird es spätestens, wenn nächtliche Atemaussetzer den Schlaf massiv stören. Bei der sogenannten Schlafapnoe (siehe auch: Die häufigsten Schlafstörungen) setzt die Atmung mitunter für mehr als eine Minute aus – mit den entsprechenden schwerwiegenden Folgen für Herz und Kreislauf.

Leider lässt sich Schnarchen nicht ohne Weiteres durch Medikamente oder Verhaltensweisen zuverlässig abstellen. Es gibt aber einige Hilfsmittel, die gute Erfolge erzielen. Am aufwendigsten und unbequemsten, aber auch am zuverlässig, wirkt eine Atemmaske gegen das Schnarchen.

 

Atemmasken für Schnarcher

Das Schlafapnoe-Syndrom ist eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung und sollte daher zuverlässig behandelt werden. Die am meisten verwendete Therapiemethode sind Schnarcher-Atemmasken. Schlafmediziner bezeichnen diese Methode als „nasal Continious Positive Airway Pressure“ oder nCPAP. Es handelt sich um Atemmasken, bei denen die Atemluft in der Nacht mit Überdruck in die Atemwege geleitet wird. Die Masken vermeiden so gefährliche Atemstillstände – und stoppen darüber hinaus das Schnarchen.

So gut nCPAP-Masken auch wirken: Viele Schnarcher brechen die Behandlung trotz guter Fortschritte ab. Der Grund: Die Masken müssen jede Nacht getragen werden. Und das empfinden viele Schnarcher als starke Beeinträchtigung der Lebensqualität.

 

Rückenlageverhinderung für Schnarcher

Die meisten Menschen schnarchen, wenn sie auf dem Rücken liegen. Denn in dieser Lage fällt das erschlaffte Gaumensegel zurück, flattert lautstark im Luftstrom und erzeugt das störende Schnarchgeräusch. Wer nicht auf dem Rücken liegt, schnarcht deutlich weniger. Diesen Umstand nutzt die sogenannte Rückenlageverhinderung (RLV). Im Sanitärhandel bekommen Sie RLV-Westen, aber auch RLV-Rucksäcke oder RLV-Shirts.

Viele Schnarcher – und deren Partner – empfinden die Rückenlageverhinderung als sehr hilfreich. Für den Fall von Rückenproblemen beim Schnarcher gibt es besondere Rückenlageverhinderungssysteme, die sich individuell einstellen lassen.

 

Nasenpflaster und Unterkieferschienen

Ein einfaches Hilfsmittel gegen Schnarchen sind Nasenpflaster. Diese Nasenpflaster weiten die oberen Atemwege. Dadurch strömt nicht mehr so viel Luft am Gaumensegel vorbei und das Schnarchen lässt mitunter nach. Bei starkem Schnarchen oder gar bei Schlaf-Apnoe sind Nasenpflaster aber keine ausreichende Behandlungsmethode.

Unterkieferschienen, man spricht auch von Unterkiefer-Protusions-Schienen, sind eine andere mechanische Hilfe für Schnarcher. Dabei passt der Zahnarzt oder Kiefer-Spezialist eine Zahnschiene so an, dass der Unterkiefer ein Stück nach vorne geschoben wird. Dadurch kann die Zunge nicht mehr nach hinten fallen und so das Schnarchen begünstigen.

Welche Behandlungsmethode für Ihre Schnarchprobleme die richtige ist, kann nur ein Facharzt entscheiden.

aktualisiert November 2015, Redaktion: Charly Kahle