Schläge und Schikanen in der Schule

Jedes dritte Schulkind ist Opfer von Mobbing und Gewalt Mobbing hat mit "normalen" Hänseleien oder Streitigkeiten in der Klasse nichts zu tun. Das englische Wort Mobbing bedeutet "jemanden anpöbeln, sich auf jemanden stürzen" - und genau darum geht es auch: Bei Mobbing werden Einzelne von ihren Mitschülern wiederholt gequält. Die Mobber nehmen ihnen zum Beispiel die Schulsachen weg, zerstören persönliche Dinge, verbreiten gemeine Gerüchte, verteilen demütigende Spitznamen und schlagen auch zu. Die Folgen für die Mobbingopfer wiegen schwer. Sie fühlen sich wertlos und als Verlierer. Oft müssen sie allein damit klar kommen: Gemobbte Schüler verbringen nur wenig Zeit mit Freunden. Ständig allein zu sein und Angst vor den Mitschülern zu haben ist für manche so schwer, dass sie auf Dauer krank werden. Sie gehen zum Beispiel jeden Morgen mit Bauchschmerzen in die Schule.

Die DAK hat gemeinsam mit der Universität Lüneburg fast 2000 Schüler befragt und bewiesen: Fertigmachen und Gewalt an Schulen sind keine Einzelfälle!

Mobbing - warum?
In der Umfrage hat die DAK die Schüler auch gefragt, warum sie andere gemobbt haben. Das Ergebnis: Wer mobbt, will eigene Schwächen ausgleichen. Indem Mobber schwächere Mitschüler einschüchtern, zeigen sie den anderen in der Gruppe ihre Macht. Oft gelingt ihnen das nur, wenn die anderen zumindest stillschweigend mitmachen. Hella Thomas von der DAK, die die Umfrage in Auftrag gegeben hat, weiß: "Zu Beginn quälen die Mobber eher heimlich. Wenn niemand - Mitschüler, Eltern oder Lehrer - energisch einschreitet, trauen sich die Mobber mehr und mehr, ihre Opfer auch vor aller Augen zu schikanieren." Umso wichtiger ist es, sich für die gemobbten Schüler einzusetzen.