|
|
|
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kommt es zu einer gesteigerten Ausschüttung der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin. Dadurch wird der gesamte Stoffwechsel gesteigert und der Grundumsatz an Energie erhöht; der ganze Organismus läuft auf Hochtouren; Körpertemperatur und Herzfrequenz werden erhöht. Der Patient klagt über Herzklopfen, Unrast, Schlaflosigkeit, Schwitzen, Zittern, Muskelschwäche, Durchfall und gesteigerten Appetit ohne Gewichtszunahme. Es entsteht das genaue Gegenbild zur Schilddrüsenunterfunktion, außer, dass auch hier ein Kropf (Struma) auftreten kann. Bei längerer Dauer der Schilddrüsenüberfunktion kann es zur Herzmuskelschädigung und damit zur Herzschwäche kommen. Häufige Ursachen  | Bestimmte Stellen in der Schilddrüse (sie bilden entweder sogenannte heiße Knoten oder sind diffus über die Schilddrüse verteilt) reagieren nicht mehr auf die Steuerung durch die Hirnanhangdrüse und produzieren übermäßig viele Schilddrüsenhormone. |  | Sogenannte Autoimmunerkrankungen: Dabei produziert das körpereigene Abwehrsystem Stoffe (Antikörper), wodurch die Schilddrüse zum Wachstum (Schwellung bis zur Kropfbildung) und zur Hormonproduktion angeregt wird. Am häufigsten ist die Basedowsche Krankheit, die insbesondere mit Kropfbildung, schnellem Puls und einem charakteristischen Hervortreten der Augäpfel einhergeht. Hinzu kommen weitere Augensymptome wie Einschränkungen der Augenbeweglichkeit und der Sehfunktion. Die Krankheit betrifft Frauen wesentlich häufiger als Männer und tritt oft in den Wechseljahren, der Pubertät oder während einer Schwangerschaft auf. |  | Schilddrüsenentzündungen. |
Was Sie tun können  | Regelmäßig die vom Arzt verordneten Präparate einnehmen und regelmäßige Kontrollbesuche beim Arzt. |  | Verteilen Sie Anstrengungen und Ruhepausen gleichmäßig über den Tag. |
 | Achten Sie auf eine vitaminreiche Ernährung. |  | Reichlich trinken, aber Alkohol und Koffein meiden. |  | Nicht rauchen. |  | Keine ausgedehnten Sonnenbäder, keine Saunabesuche. |  | Jodhaltiges meiden, weil Jod Bestandteil der Schilddrüsenhormone ist: Meeresfisch, jodhaltige Medikamente (z.B. Desinfektionsmittel). |  | Nicht in Bädern mit jodhaltigem Wasser schwimmen. |  | Sind die Augen in Mitleidenschaft gezogen, helfen getönte Brillengläser und künstliche Tränenflüssigkeit. |
Wann Sie zum Arzt müssen Sobald Sie Verdacht auf eine Schilddrüsenfunktionsstörung haben. Was Ihr Arzt tun kann  | Bestimmung der Schilddrüsenhormonkonzentration im Blut und Untersuchung der Schilddrüse mit Ultraschall oder durch eine Szintigraphie. Darüber hinaus sind weitere Untersuchungsmethoden möglich. |  | Bei festgestellter Schilddrüsenüberfunktion helfen verschiedene Medikamente, z.B. Thyreostatika, die die Produktion von Schilddrüsenhormonen bremsen. |  | Bei der Basedowschen Krankheit werden auch die Symptome an den Augen behandelt. |  | Ein heißer Knoten wird in der Regel operativ entfernt. Auch in anderen Fällen kann eine Operation zur Verkleinerung des Kropfes sinnvoll sein. |  | Eine Verkleinerung der Schilddrüse kann auch durch die Gabe von radioaktivem Jod erzielt werden (sog. Radiojod-Therapie). |  | Bei Schilddrüsenentzündungen werden Antibiotika und/oder entzündungshemmende Medikamente gegeben. |
Vorbeugung Ist nicht möglich. Autoren: Christiane von der Eltz, Apothekerin Dr. Regina Schick, Ärztin
|

|
Impressum © 2010 by Medizinische Medien Information GmbH |
|
|
|