Pilzinfektionen
Pilzinfektionen entstehen bevorzugt in feuchtwarmen Regionen wie beispielsweise zwischen den Zehen, im Windelbereich oder im Scheidenbereich. Häufige Beschwerden sind Rötung, Entzündung, Juckreiz, Schuppung, Nässen und weiße Beläge.
Grundsätzlich unterscheidet man bei den Pilzerkrankungen (Mykosen) drei Gruppen von Erregern:
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Fadenpilze (Dermatophyten) führen zu einer oberflächlichen Infektion auf "totem" Gewebe wie Hornschicht, Nägel oder Haare.
- Hefepilze (Candida) führen zu oberflächlichen Infektionen oder / und zu tieferen und systemischen (den ganzen Körper betreffenden) Infektionen. Diese Pilze kommen auch im gesunden Körper (z B. im Verdauungstrakt) vor. Eine verminderte Abwehrlage oder ein schlechter Allgemeinzustand begünstigen die Ausbreitung des Pilzes. Es kann zu einer Infektion der Haut, Schleimhaut oder bestimmter Organe kommen. Beispiele sind Windeldermatitis, Scheidenpilz oder Mundsoor.
- Schimmelpilze - Auch hier kann es bei einem geschwächten Allgemeinzustand zur Infektion von Haut, Haaren, Nägeln oder inneren Organen kommen.Fußpilz oder Nagelpilz können durch alle oben genannten Erreger hervorgerufen werden.
Gut zu wissen:
Pilze können vom Mund aus durch den Magen-Darm-Trakt wandern und über den Analbereich auch die Genitalien befallen!
Behandlung von Pilzinfektionen
Pilzinfektionen werden mit Antimykotika (Antipilzmitteln) behandelt, die der Arzt verordnet. Wichtig dabei ist nicht nur die Wahl des richtigen Wirkstoffes, sondern auch der richtigen Arzneiform. Für die unterschiedlichen Pilzerkrankungen gibt es z.B. Lösungen, Cremes, Puder, Nagellack, Spray, Mundgel und zum Einnehmen Tabletten oder Saft. Wichtige Wirkstoffe der Pilzbehandlung sind Nystatin (wirksam gegen Hefepilze) oder Clotrimazol (wirksam gegen alle drei Pilzarten).
Sehr wichtig bei allen äußerlichen Pilzinfektionen ist, dass man ausreichend lange behandelt, damit es nicht zu einem Rückfall kommt. Auch, wenn die Beschwerden schon vorüber sind, sollte noch etwas länger behandelt werden, um sicher zu gehen, dass kein aktives Pilzgeflecht mehr vorhanden ist. Für die äußere Anwendung eignen sich Tinkturen, Lösungen, Salben oder Cremes, bei Vaginalinfektionen Zäpfchen, Lösung oder Salbe.
Autoren:
Christiane von der Eltz, Apothekerin
Dr. Regina Schick, Ärztin
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