KrankheitenRehaklinikenLinks
VOLLTEXTSUCHE



GESUNDHEITSRATGEBER
Häufigste Ursachen, was Sie tun können, wann Sie zum Arzt müssen, Vorbeugung.
    alphabetisch
    thematisch
GesundheitsLetter
THEMEN
Ernährung
Hausapotheke
Impfen
Naturheilverfahren
Reisemedizin
Schmerz
Selbsttest
Teenager
Vorsorgeuntersuchungen
SUCHE
Fitness-Studio
Gesundheitsberufe
Arztpraxis
Krankenhaus
Krankenkasse
Apotheke
Gesundheitssport
Hospiz
Palliativstation
Selbsthilfegruppen
Pharmafirmen A-Z
ÜBER UNS
Über uns
Kontakt
Impressum
Datenschutz

DIE ERSTE MENSTRUATION




Im Alter zwischen zehn und 16 Jahren beginnt für Mädchen die Geschlechtsreife. Das heißt, nach der Brustentwicklung und Schambehaarung können sie nun auch schwanger werden. Und die erste Menstruation steht an. Das ist natürlich und ein Zeichen von Gesundheit und Reife des weiblichen Körpers. Jede Frau empfindet die Menstruation anders, darum hat fast jede einen eigenen Namen für die Menstruationsblutung, wie z. B. Mensis, Periode oder Regel, einige Frauen bekommen ihre "Tage".

 

Was sind die Anzeichen?

Auch die erste Menstruationsblutung zeigt sich unterschiedlich in der Stärke der Blutung und in den Beschwerden. Einige Tage vor der Blutung kann es zu Ziehen und Spannen in der Brust kommen. Auch Drücken und Krämpfe im Unterleib können auftreten sowie Kopfschmerzen. Auf der Haut können sich Pickel zeigen. Oftmals ist auch nur ein weißlicher Ausfluss der Vorbote. Wenn sich dann bräunliche Flecke oder gar ein gut zu erkennender Blutfleck im Slip abzeichnet, ist die erste Periode in Gang gekommen. Auch stärkere Blutungen aus der Vagina sind für die erste Menstruation nicht ungewöhnlich. 

 

Wie kommt diese Blutung zustande?

Es handelt sich hier nicht um eine Verletzung, die blutet, sondern um einen normalen von Geschlechtshormonen gesteuerten Reinigungsvorgang, der ungefähr fünf bis sieben Tage andauert. Eine gesamte Periode oder ein Zyklus umfasst meist 28 Tage. Das heißt, am ersten Tag der Menstruation beginnt ein Zyklus für die Befruchtung von Eizellen, die in den Eierstöcken der Frau gebildet werden. Um den 14. Tag herum löst das Hormon Östrogen den Eisprung aus, das heißt, in dieser Zeit kann mithilfe männlicher Spermien eine Eizelle befruchtet werden. Nun wird die Gebärmutter vom Hormon Gestagen darauf vorbereitet, das befruchtete Ei aufzunehmen. Die Gebärmutterschleimhaut verstärkt sich, damit das Ei geschützt und gut versorgt werden kann. Kommt es nicht zur Befruchtung, wird dieses Gewebe, die überschüssige Gebärmutterschleimhaut, nicht gebraucht und mithilfe des Blutes aus dem Körper ausgeschieden.

 

Wie sieht das Blut aus?

Da nicht nur Blut bei der Menstruation ausgeschieden wird, sondern sich dieses mit Schleim und kleinen Gewebeteilchen der Gebärmutterschleimhaut mischt, wechselt die Beschaffenheit und die Farbe während der Periode: mal heller, mal dunkler, mal bräunlich, mal rötlich, mal mehr, mal weniger. Klümpchen und Gewebfetzen im Blut sind nicht besorgniserregend, sondern zeigen an, dass der Körper normal funktioniert und seiner Reinigungspflicht nachkommt. 

 

Tampons oder Binden?

Womit man sich wohlfühlt, ist entscheidend. Und das muss man für sich erst einmal herausfinden. Für jede Stärke der Blutung gibt es von schmalen Slipeinlagen bis zu XXL-Binden die passende Größe. Für die schwächere Blutung können Slipeinlagen ausreichend sein. Wichtig ist, dass je nach Stärke immer wieder gewechselt wird, damit sich keine Bakterien bilden und kein unangenehmer Geruch ensteht.

Tampons sind praktisch bei sportlichen Aktivitäten, beim Sonnenbaden und Duschen. Auch bei den Tampons gibt es unterschiedliche Größen und Stärken. Beim Einführen der Tampons bitte darauf achten, dass der Faden noch sichtbar bzw. greifbar bleibt. Auch hier gilt: regelmäßig wechseln.  Einige Hersteller haben sich mittlerweile auf spezielle Einführhilfen (Hülsen) und auf besonders gleitfähige Gewebe bei Tampons spezialisiert. Welche Tampongröße man benutzt, hängt nicht nur vom Alter sondern auch von der Stärke der Blutung ab. So ist es nicht unüblich, dass man für die Dauer der Menstruation verschiedene Größen nutzt.

Wichtig! Binden und Tampons bitte nicht im Toilettenbecken entsorgen, das Material quillt auf und verstopft den Abfluss. Am besten in Toilettenpapier einwickeln oder in der Verpackung einer frischen Binde und in den dafür vorgesehenen Mülleimer werfen.

 

 

Unwohlsein während der Periode

Bei vielen Mädchen und Frauen verlaufen die Tage der Menstruation unspektakulär, andere quälen sich regelrecht. Das Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut kann mit Schmerzen im Unterleib wahrgenommen werden, die bis in den Rücken und die Oberschenkel ausstrahlen. Die einen spüren nur ein mäßiges Ziehen, andere Mädchen und Frauen leiden an starken Krämpfen. Es hängt mit der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit zusammen, mit der Einstellung zum eigenen Körper und auch, ob man sich zurückzieht während der Tage oder aktiv bleibt.

 

Was kann ich selbst tun?

Sich zu bewegen und auch Sport zu treiben, kann einerseits ein gutes Ablenkungsmanöver sein und aufmuntern (weil Spaßhormone erzeugt werden), andererseits führt Bewegung zu Entkrampfung. Auch wenn man lieber im Bett bleiben möchte. Bei als zu stark empfundenen Schmerzen können jedoch eine Zeit der Ruhe und Wärme (z. B. Wärmflasche) sowie krampflösende Medikamente (Spasmolytika) sinnvoll sein. Der Hausarzt oder Gynäkologe sollte bei anhaltenden starken Beschwerden jedoch abklären, dass kein ernsthaftes gesundheitliches Problem dahinter steckt. Autogenes Training wirkt entspannend und verbessert die Laune. Bei depressiver Verstimmung kann ein Präparat mit Johanniskraut oder Baldrian helfen.

Manchmal wirkt aber auch schon ein Gespräch mit der besten Freundin Wunder.

 

 

Wann zum Arzt?

Die Menstruation ist ein natürlicher Vorgang und keine Krankheit. Trotzdem kann der Besuch beim Arzt erforderlich sein bei:

 

stark unregelmäßigem Zyklus
ausbleibender Menstruation
falls sich bis zum 16. Lebensjahr die Periode nicht gezeigt hat
bei starken Beschwerden

 

 

Der erste Besuch beim Gynäkologen (Frauenarzt)

Ab der Geschlechtsreife sollten Mädchen und Frauen regelmäßig, das heißt einmal im Jahr, einen Frauenarzt aufsuchen, spätestens aber im Alter von 16 oder 17 Jahren. Der Arzt kontrolliert, ob sich Brust, Gebärmutter und Eierstöcke regelrecht entwickelt haben, ob die Behaarung normal weiblich ist oder ob vielleicht eine Neigung zu Pickeln besteht. Der Arzt kann eventuelle Erkrankungen erkennen und behandeln. Jede gynäkologische Untersuchung wird behutsam durchgeführt. Zunächst wird die Ärztin oder der Arzt in Ruhe die anstehenden Fragen und Probleme besprechen, wie z. B. der erste Geschlechtsverkehr oder die Verhütung.

Bei der anschließenden Vaginal-Ultraschall-Untersuchung wird ein dünner Ultraschallkopf in die Vagina eingeführt, um Gebärmutter und Eierstöcke betrachten zu können. Sie erfolgt bei der Jungfrau zunächst mit gefüllter Blase vom Bauch her, um das Jungfernhäutchen nicht zu verletzen. Wenn das Mädchen schon Geschlechtsverkehr gehabt hat, kann diese Untersuchung durch die Vagina ausgeführt werden. Handelt es sich um einen Mann als Arzt, muss bei der gynäkologischen Untersuchung immer eine Arzthelferin dabei sein. Bei der Tastuntersuchung werden die Brust und die inneren Genitale abgetastet, ob Verhärtungen, Knoten, Sekret oder sonstige Auffälligkeiten vorliegen. Für Mädchen bzw. für Frauen, die noch keinen Geschlechtsverkehr haben, gibt es spezielle Untersuchungsinstrumente, die so klein sind, dass sie genau durch die Öffnung des Jungfernhäutchens passen – damit es nicht zu einer Entjungferung kommt.

 

Keine Angst davor, dass der Arzt das Gespräch mit den Eltern suchen wird. Er unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht; auch bei Minderjährigen. Deshalb sollte die Frage nach bereits erfolgtem Geschlechtsverkehr, Informationsstand für Beschwerden und Verhütungsmittel ehrlich beantwortet werden. Es hilft bei dem Gespräch und bei der Untersuchung.

 

Autoren:

Rowena Grell

Petra Goldbach



 Impressum     © 2010 by Medizinische Medien Information GmbH
BROSCHÜRENSERVICE

Die aktuelle
Broschüre zum Thema
Bärenstark bei Durchfall


PREISVERGLEICH PILLE


Möchten Sie wissen, ob es für Ihre Einphasen-Pille eine preislich günstigere Alternative gibt?

Meine Pille heißt:




Cholesterinbewusst leben

Viele Infos und leckere Rezepte für Rohkost und Lachs

APOTHEKEN-RATGEBER

Hausapotheke
Tipps zur
Selbsthilfe
Unser Buchtipp

Ein aktueller Wegweiser durch die rationale Pflanzenheilkunde.

Jetzt für nur 7,90 Euro versandkostenfrei bestellen.

SELBSTTEST