Musik macht den Ton

Wenn wir Musik hören, werden Gefühle wach, bewegen sich Körperteile. Wir summen mit, wir singen, wir tanzen im Rhythmus. In jedem von uns kann Musik vielfältige Empfindungen auslösen: Wohlgefühl, Freude und Ausgelassenheit bis zu Traurigkeit und Melancholie. Auch Erinnerungen können geweckt werden. Musik kann uns bei der Entspannung helfen, von Problemen loszulassen und neue Energie zu tanken. Lust auf Bewegung erwacht.



Die Musiktherapie nutzt gezielt diese Wirkung der Musik auf den Menschen durch Zuhören, dem eigenen Spiel auf einfach zu spielenden Instrumenten oder dem Singen. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Hier geht es nicht um die perfekte Wiedergabe von Kompositionen, sondern um das Ausleben eigener Bedürfnisse über die Musik.



Aus der klassischen Antike schon ist die Musik zur Wiederherstellung geistig-seelischer Harmonie und psycho-physischer Proportionen bekannt. In kranken Menschen galt es, die Unordnung zu harmonisieren. Die Arbeitsfelder der Musiktherapie umfassen:
  • Ambulante Therapie
  • Geriatrie
  • Heilpädagogik
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Neurologie
  • Psychiatrie
  • Psychosomatische Medizin


Die Musiktherapie richtet sich vor allem an Menschen (Erwachsene, Kinder und Jugendliche) mit psychosomatischen Erkrankungen, Konzentrations- Kommunikations- und Lernstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Hyperaktivität , akuten Krisen, Burn-Out-Syndrom, Persönlichkeitsstörungen und Kontaktstörungen, Formen von Sprachlosigkeit, geistiger oder körperlicher Behinderung (z. B. Autismus).

Möglichkeiten der Musiktherapie


  • Lebensgefühl und Lebensqualität können zum Positiven verändert werden
  • Motorisch eingeschränkte Menschen können ihnen nicht bekannte motorische Fertigkeiten entwickeln
  • Krankheiten und Schmerzen können erträglicher oder überwunden werden
  • Gefühlsblockaden, z. B. unterdrückte Angst, Wut oder Liebesfähigkeit, können gelöst werden Selbstkontrolle und Selbstbestimmung können angeregt werden


Die Musikinstrumente sind leicht zu spielende Blas-, Streich-, Zupf- und Schlaginstrumente. Singen, Tanzen und Puppenspiel kommen ebenso zu Einsatz, je nach Wahl des Betroffenen.



Ein verwandtes therapeutisches Verfahren finden Sie in unserem Gesundheitsratgeber Tomatis-Methode .



Weiterführende Informationen:


Deutsche Gesellschaft für Musiktherapie



MGO Rowena Grell