Mundtrockenheit

 

Mundtrockenheit entsteht in der Regel durch eine verminderte Produktion von Speichel durch die Speicheldrüsen. Der von den Speicheldrüsen gebildete Speichel schützt die Mundhöhle und reinigt sie. Im Speichel sind Substanzen enthalten, die Krankheitserreger abwehren. Andere Inhaltsstoffe bewirken eine erste Verdauung von Kohlenhydraten. Auch für die Vermittlung von Geschmacksempfindungen ist Speichel wichtig.

Mundtrockenheit und deren häufige Ursachen

  • Flüssigkeitsmangel durch zu geringe Trinkmenge.
  • Flüssigkeitsverluste z.B. durch Schwitzen, Fieber, Durchfall, Erbrechen.
  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente z.B. Psychopharmaka, Blutdrucksenker, starke Schmerzmittel.
  • Atmung durch den Mund bei behinderter Nasenatmung.
  • Bestrahlungstherapie von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich.
  • Chemotherapie.
  • Diabetes.
  • Speicheldrüsenentzündung: Häufig sind auch die Tränendrüsen entzündet, so dass Augen und Mund austrocknen. Meist liegt eine Autoimmunerkrankung (Körper bildet Abwehrstoffe gegen körpereigenes Gewebe) vor. Auch rheumatische Erkrankungen gehören zu diesem Formenkreis.
     


Was Sie gegen Mundtrockenheit tun können

  • Ausreichend trinken z.B. Wasser, Kamillentee.
  • Bei Flüssigkeitsverlusten mineralsalzhaltige Getränke zu sich nehmen.
  • Mund mit Wasser oder Tee ausspülen.

 

Wann Sie die Trockenheit im Rachenraum ärztlich abklären lassen sollten

  • Wenn einfache Maßnahmen nicht ausreichend helfen.
  • Wenn die Ursache ungeklärt ist.
  • Wenn Sie stark unter der Mundtrockenheit leiden, z.B. bereiten Ihnen Kauen, Schlucken, Sprechen und Schmecken Probleme.
  • Wenn Sie Schmerzen im Mund und auf der Zunge haben.
  • Wenn Sie nicht schlafen können.

 

Wie Ihr Arzt Ihnen helfen kann

  • Feststellen der Ursache der Mundtrockenheit.
  • Behandlung der zugrunde liegenden Störung.
  • Bei zu geringem Speichelfluss kann der Arzt ein spezielles Mundspray empfehlen/verordnen.

 

 

 

Autoren:

Christiane von der Eltz, Apothekerin

Dr. Regina Schick, Ärztin